Tessa Sein Blick wird plötzlich kalt, und mein Herz rast noch schneller. Er wischt zum nächsten Stück des zerrissenen Briefes, während sein Blick zwischen den Papierfetzen und mir hin- und herwandert. Dann hält er inne und richtet seinen Blick nur noch auf mich. Er öffnet den Mund, um etwas zu sagen, tut es aber nicht. Stattdessen schaut er wieder auf das Stück Papier und wischt weiter zum nächsten Teil. Das Summen seines Handys zerreißt die Stille des Moments. Er greift in seine Tasche, zieht das Telefon heraus und nimmt den Anruf an. „Relaxa, frater. In via sum c*m lupo albo. Mox tua erit“, sagt er zu dem Anrufer. Mein Vater hat mir nie erlaubt, zur Schule zu gehen, und ich war nie so fließend in Latein wie meine Schwester. Aber jeder weiß, wofür lupo albo steht. Der weiße Wolf. M

