36 Yulia Dura! Idiotka! Imbecile! Debilka! Schluchzend ziehe ich einen Stuhl an die Schlafzimmertür und verkeile die Klinke, indem ich die Stuhllehne unter sie schiebe. Meine Arme beginnen durch die Überanstrengung und das Adrenalin zu zittern, und meine Reue schlägt wie ein Presslufthammer gegen meinen Schädel. Wie hatte ich nur so dumm sein können? Wie hatte ich Lucas gegenüber meine Gefühle erneut zugeben können? Das letzte Mal dachte ich wenigstens, dass ich träume, aber dieses Mal habe ich keine solche Entschuldigung. Völlig wach und bei Bewusstsein bin ich Lucas’ unnachgiebiger Zärtlichkeit erlegen, bin unter dem erbarmungslosen Druck seiner sanften Forderungen zerbrochen. »Yulia!« Die Klinke erzittert, als er gegen die Tür drückt. »Was tust du da, verdammt nochmal? Lass mich re

