Als unser verlängerter Pseudo-Honeymoon andauert, bekomme ich ein eigenartiges Problem: Ich habe zu viel Freizeit. Ich habe keine Aufgaben oder Kurse, keinerlei wirkliche Verantwortung. Anfangs war das nett gewesen; die Krankheit und die traumatischen Ereignisse davor hatten mir eine Menge abverlangt und mich mental wie körperlich erschöpft. Einige Wochen lang war ich zufrieden gewesen zu lesen, fernzusehen, Zeit mit Misha zu verbringen und im Haus herumzuwerkeln, aber als aus den Wochen Monate wurden, bekam ich das Verlangen, mehr zu tun. Ich bin immer beschäftigt gewesen – zuerst als Student, dann als Trainee und die letzten Jahre als eine aktivere Spionin in meinen Aufträgen. Freie Zeit war ein Luxus gewesen, den ich genossen hatte, aber jetzt werde ich damit überflutet und mag es nicht


