Kapitel Drei „Eins.“ Kat konnte nicht atmen. Konnte sich nicht bewegen. Die Zeit wandelte sich zur Zeitlupe. „Zwei.“ Emotionen rasten. Intensive Freude, erstaunte Fassungslosigkeit, Wut. Auf ihn. Auf sich selbst. „Drei.“ Würde er sie erschießen? Sie hätte beinahe gelacht, aber öffnete stattdessen ihre Augen und suchte nach dem Bild auf Lizzies Wand. Er hatte ihre Tochter gestohlen. Er hatte sie all diese Jahre angelogen, indem er ihr nie gesagt hatte, dass er am Leben war. Und am schlimmsten daran war, dass seine Lügen bestätigten, wie ernst er es meinte, als er sie weggeschmissen hatte. „Vier.“ Kat fuhr mit einem lauten Knurren herum. „Wie kannst du es wagen, mich zu bedrohen? Du Dreckskerl!“ Max erstarrte, aber Kat schenkte seiner Reaktion keine Aufmerksamkeit. Ihre Augen konnte

