* * * Sara verlangsamte ihren Schritt, als sie später am Abend den Aufenthaltsraum betrat. Jaguin war schon da und stand am Fenster. Er schien tief in Gedanken versunken zu sein. Sara verdrängte den überwältigenden Wunsch, zu ihm hinüberzugehen und ihn in die Arme zu schließen. Sie spürte eine Distanz, als hätte sich eine Mauer zwischen ihnen gebildet. Es dauerte einen Moment, bis Sara klar wurde, dass diese Mauer schon seit ein paar Stunden da war, und dass sie selbst sie errichtet hatte. Es war dieselbe Art von Mauer, mit der sie sich immer von der Außenwelt abgegrenzt hatte, es war ihr nur noch nie bewusst geworden. „Hallo“, sagte sie und steckte ihre Hände in die Vordertaschen ihrer Jeans. Sie beobachtete, wie Jaguin tief einatmete. Anstatt sich umzudrehen, um sie zu begrüßen, blic

