38 Julian Als sich Noras Atmung beruhigt und gleichmäßiger wird, entspannt sie sich an mir. Ab und an erschüttert ein Zittern ihren Körper, aber auch das hört auf, als sie endlich einschläft. Ich sollte ebenfalls schlafen. Ich habe seit der Nacht vor Noras Geburtstag kein Auge zugemacht, was bedeutet, dass ich seit über achtundvierzig Stunden wach bin. Achtundvierzig Stunden, die zu den schlimmsten meines Lebens zählen. Wir haben überlebt. Alles wird gut werden. Bald wird wieder Normalität einkehren. Meine beruhigenden Worte für Nora klingen in meinen Ohren wider. Ich möchte meinen eigenen Aussagen glauben, aber der Verlust ist zu frisch, der Schmerz zu durchdringend. Ein Kind. Ein Kind, das zu einem Teil aus mir und zum anderen aus Nora bestand. Es war noch nichts, nur eine Ansammlu

