Das Erbe der Wölfe

841 Words

Der Morgen nach seiner ersten Verwandlung war still. Luan saß am Rand der Lichtung, die Knie an die Brust gezogen, während die Sonne langsam durch die Baumkronen stieg. Sein Körper fühlte sich fremd an, als ob er nicht ganz zu ihm gehörte. Jeder Muskel schmerzte, und seine Haut war empfindlich, als ob sie zu dünn war. Kael trat aus den Schatten, eine Tasse dampfenden Tee in der Hand. Er setzte sich neben Luan, reichte ihm die Tasse und ließ ihn einen Moment schweigen. »Es wird leichter«, sagte Kael schließlich, ohne ihn anzusehen. Luan nahm einen Schluck von dem bitteren Getränk und verzog das Gesicht. »Es fühlt sich nicht so an. Es fühlt sich an, als ob ich … nicht ich bin.« Kael lehnte sich zurück, legte den Kopf in den Nacken und starrte in den Himmel. »Das bist du. Du bist der Wolf.

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