KAPITEL NEUNUNDZWANZIG Irina Nach ein paar Tagen Behandlung wurde ich entlassen. Als wir hinaustraten, wusste ich, dass es kein Krankenhaus war. Es war eine Lagerhalle. Getarnt, um Patienten diskret behandeln zu können. Alexei konnte es nicht riskieren, mich in ein richtiges Krankenhaus zu bringen. Alexeis Versteck war riesig. Er trug mich selbst hinein. Mein Hals war in Bandagen gewickelt und wurde von einer Art Schiene fixiert. Die Ärzte sagten, ich dürfe ihn mindestens zwei Wochen lang nicht bewegen. Ich konnte kaum laufen. Meine Beine fühlten sich schwach an. Aber ich lebte. Leider. Das Haus war prunkvoll eingerichtet. Marmorböden, Kristalllüster, überall teure Möbel. Es sah aus wie ein Palast. Alexei setzte mich sanft auf eine Couch im Hauptraum. „Warte hier“, sagte er. Ich

