KAPITEL SECHZEHN Sarka saß im Schneidersitz an die Wand ihres einfachen Hauses gelehnt da, und beobachtete Gareth. Mit feuchten Augen hatte sie ihn die ganze Nacht lang beobachtet, während er ihrer kleinen Schwester seinen Dolch an den Hals hielt. Sie hatte auf ihre Gelegenheit gewartet. Sie wusste, dass er irgendwann einschlafen musste. Doch nicht sie. Sakra liebte ihre Schwester über alles, und es machte sie krank, hilflos dazusitzen und zuzusehen, wie dieses erbärmliche Abbild eines Königs hereingestürmt gekommen war und ihre Schwester als Geisel genommen hatte. Sie hatte sich noch nie so schrecklich gefühlt, und nun saß sie da, fest entschlossen, ihn dafür bezahlen zu lassen, ob er nun König war oder nicht. Sie würde nicht in Angst und Ehrerbietung kauern wie ihr Vater. Sie würde mut

