Das verborgene Buch-1b

743 Worte

Ich erinnerte mich nicht, geatmet zu haben. Die Kammer fühlte sich jetzt kälter an. Die Schwere der Stille des Buches war schwerer als zuvor, als es geflüstert hatte. Isla kniete neben mir, ihr Atem ging flach, ihre Augen huschten zwischen meinem Gesicht und dem leuchtenden Siegel hin und her, das sich unter ihrer Haut ausbreitete. Ihre Finger umklammerten den Stoff an ihrer Brust, als könnte sie ihn mit Willenskraft aufhalten. „Ich spüre … es ist, als ob etwas in mir wäre“, flüsterte sie. Meine Hand fand ihre – kalt, zitternd. „Es ist nicht nur in dir, Isla. Es ist … jetzt in uns beiden.“ Sie lehnte sich an mich, ihre Stirn an meine Schulter. „Kael … was haben wir gerade erweckt?“ Ich wusste keine Antwort. Nur das hohle Echo dieses Flüsterns – *Er ist wach* – hallte wie ein Fluch in

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