Der Wald hielt den Atem um uns herum an, Schatten krümmten sich wie Finger und versuchten, mich in etwas Dunkleres zu ziehen. Ich presste meine Handfläche fester gegen das Siegel und spürte, wie seine Hitze in meine Adern strömte. Es war nicht mehr nur ein Zeichen – es war ein Teil von mir, lebendig und wild. Kaels Stimme neben mir war ruhig, doch ich hörte die Anspannung darunter. „Wir können es nicht ignorieren. Dieses Siegel … es ruft nach etwas. Nach etwas Hungrigem.“ Mir schnürte es die Kehle zu. „Was, wenn es mehr will, als nur gefunden zu werden? Was, wenn es mich will?“ Er sah mich an, seine Augen wild und doch sanft. „Dann stellen wir uns ihm. Gemeinsam.“ Der Gedanke, dem Unbekannten gegenüberzutreten, ängstigte mich, entfachte aber gleichzeitig ein wildes Feuer in mir. Ich wo

