Die Nacht umfing uns schwer, erfüllt vom Flüstern unsichtbarer Dinge. Ich spürte noch immer die Wärme von Kaels Händen auf meiner Haut, den gleichmäßigen Herzschlag, der sich mit meinem verband. Doch das Licht auf meiner Brust wollte nicht erlöschen. Es pulsierte – langsam, bedächtig –, als hätte es einen eigenen Willen und zog mich tiefer in einen Sturm, den ich nicht wollte, dem ich aber nicht entkommen konnte. „Kael“, flüsterte ich mit zitternder Stimme. „Ich spüre es in mir. Als wäre es lebendig. Hungrig.“ Er hielt mich fester. „Du trägst nicht nur Macht in dir, Isla. Du trägst die Vergangenheit … und die Zukunft.“ Ein Schauer lief mir über den Rücken. Die Vergangenheit. Dieser uralte Schmerz, der meine Blutlinie wie ein Schatten verfolgt hatte, dem ich nie entkommen konnte. Und die

