Lunas Fluch-1d

811 Worte

Das Feuer war zu einem langsamen, pulsierenden Glühen erloschen – die Glut knisterte leise, als flüsterte sie Geheimnisse. Ich saß nah bei Kael, sein Arm um meine Schulter gelegt, doch die Wärme zwischen uns konnte die Angst, die sich in meiner Brust zusammenzog, nicht vertreiben. Ich starrte in die Asche, als könnte sie sprechen. Als könnte sie mir sagen, was das Siegel bedeutete, warum mein Spiegelbild verschwunden war und warum ich jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, ein leises Summen unter meiner Haut hörte – als regte sich etwas Uraltes in mir. „Kael“, murmelte ich, „hast du manchmal das Gefühl, dass etwas schon in dir ist? Dich beobachtet?“ Er antwortete zunächst nicht. Seine Finger zeichneten kleine Kreise auf meinen Arm, ruhig und beruhigend. Dann sagte er: „Ja. Jedes Mal, we

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