Das Morgenlicht schlich sich durch die Vorhänge und tauchte das Schlafzimmer in sanfte, goldene Töne. Selena regte sich, stöhnte leise, als ein dumpfer Kopfschmerz sich bemerkbar machte. Sie öffnete blinzelnd die Augen und starrte an die ihr unbekannte Decke. „Wo...“, begann sie heiser. „Du bist wach“, unterbrach Adrians Stimme die Stille. Er saß auf einem Stuhl am Fenster, ein Buch in der Hand und eine dampfende Tasse Kaffee auf dem Beistelltisch neben ihm. Er wirkte ruhig – fast beunruhigend ruhig – angesichts des Chaos der vergangenen Nacht. Selena rieb sich die Schläfen, während die Erinnerungen langsam zurückkehrten. Der Wein. Der Tanz. Der Balkon. Ihre Wangen röteten sich, als sie an das zerrissene Kleid, die Badewanne und Adrians ruhige, unbeirrte Fürsorge dachte. „Ich...“, bega

