Kapitel 117 Maurices Sicht Tobias kam spät abends an. Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmte, als ich sein Gesicht sah. Er lächelte nicht. Er neckte mich nicht. Er verhielt sich nicht wie Greysons Sohn, der immer versuchte, sich von seinem Vater abzugrenzen. Er stand in der Tür, als trüge er eine schwere Last. „Können wir reden?“, fragte er. Lira sah mich zuerst an. Ich nickte. „Komm herein“, sagte ich. Er schloss die Tür vorsichtig hinter sich, als wollte er nicht, dass jemand draußen etwas hörte. Allein das schnürte mir die Kehle zu. Wir setzten uns in mein Zimmer. Tobias lehnte sich nicht entspannt zurück. Sein Rücken blieb kerzengerade. Seine Hände waren verschränkt. „Ich hatte nicht vor, es zu hören“, begann er. „Ich habe nicht spioniert.“ Ich schwieg. Ich hatte gelern

