Kapitel 103 Maurices Sicht Ich erwachte vom gleichmäßigen Piepen des Herzmonitors. Zuerst wusste ich nicht, wo ich war. Der Raum roch frisch und sauber. Weiße Wände, gedämpftes Licht. Dann spürte ich, wie mein Körper in einen Stuhl sank, mein Rücken steif, mein Nacken schmerzte. Langsam hob ich den Kopf. Ethan. Er lag auf dem Krankenhausbett, sein Brustkorb hob und senkte sich in einem langsamen, gleichmäßigen Rhythmus. Schläuche führten von seinem Arm weg. Ein dicker, sauberer Verband umwickelte seine Seite. Sein Gesicht war nun ruhig, die harten Linien vom Schlaf gemildert. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich weinte, bis meine Hand meine Wange berührte und feucht zurückblieb. „Er lebt“, flüsterte ich. Ich beugte mich vor und stützte meine Ellbogen auf die Bettkante. Meine Fing

