Kapitel 51 Maurices Sicht „Bist du sicher, dass es dir gut geht?“, fragte Lira erneut und öffnete die Tür weiter. „Mir geht’s gut“, sagte ich und zwang mir ein kleines Lächeln ab. „Versprochen.“ Sie musterte mein Gesicht, als ob sie mir nicht glaubte, und trat dann beiseite. „Komm rein, du stehst schon viel zu lange da.“ Langsam betrat ich ihre Wohnung. Ihr Haus war kleiner als die Villa, warm, ruhig und bewohnt. Der Duft von gekochtem Essen lag in der Luft. Es fühlte sich anders an als in Ethans Haus – weniger bewacht, weniger bedrückend. „Setz dich“, sagte Lira und deutete auf die Couch. „Ich habe Suppe gekocht. Du siehst aus, als hättest du nicht genug gegessen.“ „Ich esse“, erwiderte ich. Sie zog eine Augenbraue hoch. „Überleben ist nicht dasselbe.“ Ich widersprach nicht. Ich

