Kapitel Fünfundsiebzig

1514 Worte

Marcos Perspektive Ich traute ihr nicht. Aber irgendetwas an der Art, wie sie sprach… es klang nicht wie eine Lüge. Ihre Stimme zitterte, doch nicht nur vor Angst. Es fühlte sich an, als hätte sie alles zu lange in sich hineingefressen. „Folge mir“, sagte ich. Ich wartete nicht auf ihre Antwort. Ich drehte mich um und ging den Flur entlang, meine Schritte fest, aber schnell. Ich wollte nicht, dass jemand hörte, was sie zu sagen hatte. Noch nicht. Nicht, bis ich wusste, ob es die Wahrheit war. Der Palast war in diesem Teil stiller. Die Fackeln an den Wänden brannten schwach, ihr Licht weich und unbeständig. Die Luft fühlte sich kälter an, schwerer, als würde dieser Ort Geheimnisse tragen, die niemand aussprechen wollte. Ich blieb stehen, als wir einen leeren Korridor erreichten. Kei

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