20 Julian Am nächsten Morgen wache ich wie immer vor Nora auf. Sie schläft in ihrer Lieblingsposition: ihren Oberkörper auf meine Brust, und ein Bein über meine gelegt. Vorsichtig winde ich mich aus ihrer Umarmung, gehe duschen und versuche, nicht an die Versuchung ihres kleinen Körpers zu denken, der dort so weich und bettwarm liegt. Leider habe ich nicht die Zeit, mich heute Morgen an ihr zu sättigen; das Flugzeug wartet schon auf der Landebahn. Sie hat es geschafft, mich letzte Nacht zu überraschen. Die ganze Woche lang hatte sie eine leichte, kaum wahrnehmbare Distanz ausgestrahlt. In jener Nacht war es mir vielleicht gelungen, ihre Mauern niederzureißen, aber sie hat sie schon ein Stück weit wieder aufgebaut. Sie hat weder geschmollt noch mich mit Schweigen bestraft, aber trotzdem

