Owen;
Mein Kiefer zog sich zusammen, als ich zusah, wie die Frau, die vor wenigen Augenblicken ihre Ferse so effektiv auf meinen Fuß gepflanzt hatte, mir zusah, wie ich auf die Bühne ging und mich beugte, um meine Großmutter, die Gastgeberin dieser lächerlichen Affäre, auf ihre Wange zu küssen. "Du musst mich verarschen", murmelte ich unter meinem Atem, eine frische Welle der Irritation über mich hinwegfess. Die Dreistigkeit von ihr, da zu stehen und zu beobachten, als hätte sie das Recht, meine familiären Interaktionen zu beurteilen.
Verdammt, Owen. Du schaffst es immer, die...denkwürdigsten... Begegnungen zu haben.
Ich spannte mich neben meine Großmutter, als die Menge zu murmeln begann, eine Welle der Neugierde breitete sich nach ihrer eher...unkonventionellen... Ankündigung durch den Raum aus. Welches Spiel hat sie gerade gespielt? Einen Teil meines Erbes als eine Art bizarren Dating-Preis für meine weniger als charmanten Cousins anbieten?
„Was machst du?“ Ich zischte ihr ins Ohr und hielt meine Augen auf die zunehmend animierte Menge gerichtet. Ihre Blicke fühlten sich invasiv, spekulativ an.
"Was glaubst du, was ich tue, Owen?" Sie antwortete, ihre Stimme trug immer noch leicht durch das Mikrofon, sie war nicht ganz weggegangen, völlig unbesorgt von meiner Aufregung.
"Das ist nicht lustig, Oma." Meine Geduld war zu Ende.
Sie ignorierte mich, ein schelmisches Schimmen in ihren Augen, als sie die erwartenden Gesichter anlächelte. Der Raum verstummte, während sie weiterging. „Oh, bitte! Verstehen Sie mich nicht falsch. Sie können sich nicht einfach mit jedem einmalzern und behaupten, dass sie verliebt sind. Nein, sie müssen es mir zeigen. Ich weiß, dass meine Enkel meine Hand mögen, und ich hoffe aufrichtig, dass sie mich nicht enttäuschen.“ Sie lieferte ein schillerndes Lächeln, die Art, die normalerweise einer Art familiärem Drama vorausging. „Damen! Sie sind alle deine. Viel Spaß.“ Mit einem dramatischen Schnörkel gab sie das Mikrofon zurück und trat von der Bühne.
Frederick war an meiner Seite, als meine Füße wieder festen Boden berührten.
"Wussten Sie davon?" Ich schnappte, die Unerwartetheit ihrer Ankündigung ließ mich nervös zurück. Der arme Mann zuchte leicht bei meinem Tonfall.
Ich seufzte und kneifte meinen Nasenrücken. "Du wusstest es." Es war keine Frage. Friedrichs schuldiger Gesichtsausdruck bestätigte meinen Verdacht.
"Es tut mir leid, junger Meister Evans. Die Vorsitzende bestand darauf, dass keiner von Ihnen im Voraus informiert werden sollte. Sie wollte... Ihre echten...romantischen Aussichten einschätzen", erklärte Frederick, seine Stimme entschuldigte sich. Ich habe mich ungläubig verhonset.
"Nun, sie hat mir sicherlich einen Schraubenschlüssel in den Abend geworfen, Frederick." Frustration ring mit einem düsteren Gefühl der Unvermeidlichkeit zusammen. Da ich meine Großmutter kenne, war dies nur der Eröffnungsakt in ihrem neuesten großen Plan.
Im Bewusstsein, dass meine Anwesenheit immer noch erforderlich war, machte ich mich widerwillig zurück in die Menschenmenge und bedauerte sofort die Entscheidung. Es war, als würde man sich in einem Minenfeld hoffnungsvoller und zweifellos goldgräbender Prominenter zurechtfinden. Frauen, die ich vorher kaum registriert hatte, fühlten sich plötzlich zu mir hingezogen, ihre Berührungen waren flüchtig und doch besitzergreifend. Ich rollte fast mit den Augen beim übertriebenen Flattern ihrer Wimpern und dem geübten Schmollmund ihrer Lippen.
"Also, Owen, du bist Single. Wir sind Single. Es ist Schicksal, würden Sie nicht sagen?" Eine von ihnen schnurrte praktisch, ihre Hand landete auf meinem linken Arm. Ich musste den Drang bekämpfen, sie abzuschütteln.
Komposur, Owen. Behalten Sie die Fassung bei.
"Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Schicksal oder die Liebe normalerweise nicht so funktioniert, meine Damen", antwortete ich und erzwang ein höfliches Lächeln. "Ausserdem bin ich tatsächlich mit einem Date gekommen." Die Lüge rutschte mühelos heraus, ein verzweifelter Versuch, etwas persönlichen Raum zu schaffen. Ich betete schweigend, dass sie nicht auf Details drängen würden. Ein kollektiver Hoft sagte mir, dass meine fadenscheinige Verteidigung bereits zerbröckelt war.
„Du brauchst nicht zu lügen, Owen. Wir alle haben gesehen, wie Sie mit der Vorsitzenden angekommen sind.“
"Mein Date kam nicht mit mir. Sie kam getrennt an.“ Es war eine schwache Erklärung, und ich wusste es.
"Wo ist sie dann?" Die Frage hing in der Luft, und ein Kalter Schweiß tropfte mir die Schläfe hinunter. Ich war immer stolz darauf, schlagfertig zu sein, aber diese improvisierte Lüge hatte mich in Schwierigkeiten gelassen.
„Siehst du! Wir haben doch recht. Du hast nicht mit-"
"Owen, Liebes, ich habe überall nach dir gesucht." Eine Stimme schnitt durch die Menge, und ich drehte mich um, zusammen mit den neugierigen Frauen um mich herum.
In diesem Moment war ich dankbar für jahrelange Praxis bei der Aufrechterhaltung eines neutralen Ausdrucks. Denn da stand, lächelte mich mit einem fast glaubwürdigen Blick der Zuneigung an, war die Frau, die meinen Fuß angegriffen und mich beleidigt hatte... charmant... flirten.
"Owen, ich bin's, Wynter. Warum starrst du mich an, als wäre ich ein Fremder?" Sie fuhr fort, ihre Stimme trug genau die richtige Note der spielerischen Verärgerung, als sie ihre Maske abnob. Unsere Augen trafen sich, und ein Flimmern von Verständnis - und vielleicht ein Hauch von widerstrebender Dankbarkeit - entfachte in mir. Sie spielte ein Spiel, und aus Gründen, die ich nicht ganz ergründen konnte, nahm sie mich mit ein.
"Schatz, warum hast du meine Männer nicht wissen lassen, dass du angekommen bist?" Ich fragte, bewegte mich zu ihrer Seite und legte einen lässigen Kuss auf ihre Wange, wobei ich versuchte, einen Hauch von angenehmer Intimität zum Wohle unseres Publikums zu projizieren.
Die umgebenden Frauen starrten in verblüffter Stille. "Das ist dein Date?" Einer schrie schließlich. "Sie hat dich mit schlechten Namen beschimpft, während du auf der Bühne warst!"
Ich öffnete meinen Mund, um zu antworten, aber Wynter mischte sich sanft ein. „Ja, das habe ich. Und was? Owen gehört heute Abend mir, okay? Ihr alle kannt euch einen anderen Mann suchen, den ihr mit eurer Falschheit bezaubern kann." Sie drehte sich zu mir um und ihr Lächeln wurde breiter. „Lass uns gehen, Baby.“ Sie verband ihren Arm durch meinen und zog mich sanft von den verwirrten Prominenten weg.
"Wynter, ist es so?" Ich fragte, als wir außer Hörweite der Menge waren, eine seltsame Mischung aus Ärger und Intrige wirbelte in mir.
Sie holte tief Luft und sah mich an, ein Hauch von Trotz in ihren dunklen Augen. "Ich habe gerade Ihren Arsch gerettet, Herr. Danke wäre schön, eher als dieser Blick.“ Sie schnaubte, beobachtete, wie ich sie beurteilte, tausend Fragen wirbelten in meinem Kopf. "Was!" Sie schnappte, eine defensive Kante in ihrer Stimme. Ich grinste, eine langsame, unfreiwillige Reaktion auf ihre unerwartete Kühnheit. Sie runzelte die Stirn und machte einen vorsichtigen Schritt zurück. "Was?" Fragte sie erneut, diesmal leiser, ein Flackern von etwas Unlesbarem in ihrem Blick.
„Was hast du vorhin gesagt? Dass ich dich bei der Polizei melde? Erinnere mich noch einmal, Wynter.“ Meine Stimme war leise, ein Hauch von Warnung hinter den Worten. Ich wollte ihre Reaktion sehen, um das Ausmaß ihrer... Kühnheit einzuschätzen. Ihre Augen weiteten sich leicht, und zum ersten Mal sah ich ein Flimmern von etwas, das ... Besorgnis gewesen sein könnte.