Kapitel 28

1163 Worte

28 Julian Ich habe noch nie eine solche Leere gespürt, ein brennendes Nichts aus pulsierendem Schmerz. Als ich Maria und meine Eltern verloren habe, war ich voller Wut und Trauer, aber ohne diese Leere. Diese Leere, die mit dem stärksten Blutrausch gemischt ist, den ich jemals empfunden habe. Nora bewegt sich nicht und schweigt, als ich sie die Treppen zu unserem Schlafzimmer hinauftrage. Ihre Augen sind geschlossen, und ihre Wimpern sind dunkle Halbmonde auf ihren farblosen Wangen. So ist sie schon die ganze Zeit, seit wir das Krankenhaus verlassen haben – apathisch durch den ganzen Blutverlust und die Erschöpfung. Als ich sie auf das Bett lege, fällt mein Blick auf ihre verletzte Wange und die aufgeplatzte Lippe, und ich muss mich abwenden, um nicht die Kontrolle zu verlieren. Die G

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