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Die Erlösung der abtrünnigen Luna

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Korra kannte in ihrem Leben nur zwei Dinge: Hunger und Angst. Seit dem Tod ihrer Mutter ist ihr Dasein ein Gefängnis, errichtet aus den Fäusten ihres Vaters und seinen Schulden. Doch in der Nacht, in der ihr Vater versucht, sie zu verkaufen, um seine Schuld zu begleichen, zerbricht etwas in ihr. Statt sich zu ergeben, flieht sie – nicht in Sicherheit, sondern direkt in die Fänge der Gefahr.

Gejagt von abtrünnigen Männern überschreitet sie eine unsichtbare Grenze, und ihr Schicksal verändert sich für immer.

Die Patrouille von Moonhowl findet sie; für sie ist Korra eine Streunerin. Für ihren Alpha, Rhyker, ist sie nichts weiter als eine Bedrohung. Doch als Kael, Rhykers Sohn und Erbe, ihrem Blick begegnet, schnappt die Verbindung mit einer Wucht ein, die keiner von beiden leugnen kann.

Zerrissen zwischen Zurückweisung und Überleben steht Korra vor einer grausamen Wahl: sich dem Schicksal beugen, das Rhyker ihr aufzwingt … oder aus der Asche ihrer Vergangenheit emporsteigen und die Bindung ergreifen, die vielleicht ihre einzige Chance auf Freiheit ist.

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Angeklagt
Korra konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal friedlich geschlafen hatte. Nacht für Nacht wurden ihre Träume unterbrochen – vom Biss der Kälte, die durch ihre schlecht sitzende Kleidung kroch, vom nagenden Schmerz des Hungers, weil sie zu wenig zu essen bekam, oder vom schweren Geräusch ihres Vaters, der nach Hause taumelte, nach Alkohol stinkend. Und diese Nacht war keine Ausnahme. Das Erste, was sie hörte, war das Hämmern an der Tür. Es war kein sanftes Klopfen von jemandem, der sie brauchte; es war brutal, wütend und unerbittlich. „Korra!“ Die raue, heisere Stimme ihres Vaters triefte vor Zorn. „Mach diese verdammte Tür auf!“ Sie fuhr hoch, das Herz raste. Für einen Moment war sie orientierungslos, gefangen in diesem nebligen Zwischenraum zwischen Traum und Wirklichkeit. Sie zwang sich zur Konzentration, und langsam nahm der winzige Raum Gestalt an: die sich ablösende Tapete, die klumpige Matratze, die an eine Wand geschoben war, das einzelne gesprungene Fenster, durch das das dünne graue Licht der Morgendämmerung sickerte. Ihr Hals war trocken, ihr Magen krampfte schmerzhaft, als sie den Kloß in ihrer Kehle hinunterschluckte. „Ich weiß, dass du da drin bist, du verfluchtes Gör!“ Seine Stimme war vom Alkohol verschleiert. „Du glaubst, du kannst dich vor mir verstecken? Mach diese verdammte Tür auf, bevor ich dich da durchjage!“ Korra presste die Handflächen auf ihre Knie, um das Zittern zu stoppen. Er hatte die ganze Nacht wieder getrunken; man hörte es deutlich. Wenn er schon vor dem Frühstück so wütend war, würde es ein langer, schrecklicher Tag werden. Langsam stand sie auf, die Beine zitterten vor Überarbeitung und Hunger. Ihr Magen knurrte laut. Der Schmerz war zu einem vertrauten Begleiter geworden, ein dumpfes Nagen, das sie nie verließ. Das Letzte, was sie gegessen hatte, war eine halbe Kruste alten Brotes; den Rest hatte ihr Vater für sich genommen – leider tat er das immer. Das Hämmern wurde lauter, ließ die Tür in den Angeln klappern. „Ich komme“, flüsterte sie, obwohl sie wusste, dass er sie nicht hören konnte. Ihre nackten Füße berührten die kalten Dielen, als sie sich von der Pritsche erhob. Ihre Finger tasteten nach dem dünnen eisernen Riegel; sie zögerte kurz, während ihr Verstand schrie, still zu bleiben, klein zu bleiben. Wenn sie nur leise genug wäre, würde er sie vielleicht vergessen, vielleicht würde er in sein eigenes Zimmer torkeln und seinen Rausch ausschlafen. Aber das war keiner dieser Morgen. Sie drehte den Griff – und kaum hatte sie es getan, schlug die Tür so heftig nach innen, dass sie gegen die Wand krachte und der Putz splitterte. Ihr Vater füllte den Türrahmen aus, sein Schatten ergoss sich über den winzigen Raum. Früher war er aus anderen Gründen beeindruckend gewesen – breite Schultern, stechende Augen, eine Präsenz, die Respekt einflößte. Jetzt war er nur noch die Hülle dieses Mannes. Seine blutunterlaufenen Augen brannten über eingefallenen Wangen; fettige Haarbüschel klebten an seinem Schädel. Der Geruch traf sie zuerst: billiger Whiskey und Schweiß, scharf genug, um in der Nase zu brennen. In einer Hand hielt er eine fast leere Flasche. In der anderen zuckte seine Faust, gierig darauf, jemanden mit seiner Wut zu treffen. „Da bist du ja“, höhnte er. „Faule, nutzlose Göre. Du schläfst, während ich draußen mit bloßen Händen gegen Wölfe kämpfe.“ Korra widersprach nicht; stattdessen senkte sie den Blick. „Was … was brauchst du, Vater?“ Ihre Stimme bebte trotz aller Mühe, sie ruhig zu halten. „Was ich brauche?“ Er stieß ein bitteres Lachen aus, Speichel spritzte. „Ich brauche, dass du aufhörst, meine Luft zu atmen und das Wenige zu verschwenden, das ich noch habe.“ Er stieß sie zur Seite und drängte sich in den Raum, seine Augen glitten über die kahlen Wände, die Ecke mit ihren wenigen Habseligkeiten, das zusammengesuchte Bettgestell. „Wo ist es?“ verlangte er plötzlich. „Wo ist was?“ „Das Geld.“ Sein Blick schnellte zu ihr, wild und fiebrig. „Tu nicht so dumm, Korra. Die kleinen Krümel, die du bei diesem dreckigen Job verdienst – glaubst du, ich wüsste das nicht? Gib es her.“ „Vater, bitte“, flüsterte sie und verschränkte die Hände. „Das ist alles, was ich für Essen habe.“ „Du brauchst kein Essen!“ brüllte er und stieß den Flaschenhals wie eine Waffe auf sie. „Glaubst du, ich füttere dich nicht? Glaubst du, ich blute nicht jeden Tag, um dieses Dach über deinem Kopf zu behalten?“ „Du gibst alles für Alkohol aus!“ Die Worte rutschten ihr heraus, bevor sie sie aufhalten konnte. In dem Moment, in dem sie ihren Mund verließen, gefror ihr das Blut. Er erstarrte, die Augen zu schmalen Schlitzen verengt, die Brust hob und senkte sich in schweren, ungleichmäßigen Atemzügen. „Was hast du gerade gesagt?“ Seine Stimme sank zu einem gefährlichen Flüstern. „Ich … ich meinte nicht“, stammelte sie. Es war zu spät. Er sprang vor und packte ihr Handgelenk mit einem zerquetschenden Griff. Schmerz schoss ihren Arm hinauf, und sie schrie auf, flehte ihn an, loszulassen. „Undankbares Gör“, spie er, sein Gesicht nur Zentimeter von ihrem entfernt. Sein saurer Atem brannte in ihren Nasenlöchern. „Nach allem, was ich dir gegeben habe, wagst du es, mir zu widersprechen?“ Tränen brannten in ihren Augen, doch sie zwang sie zurück. Weinen nährte nur seine Wut; das hatte sie längst gelernt. Plötzlich ließ er sie los und wandte sich dem Bett zu. Sein Blick fiel auf die Matratze, deren Rand sich leicht über dem versteckten Glas wölbte. „Nein …“ Ihr Herz sackte ab. „Bitte, nicht …“ Er riss die Matratze beiseite, zerrte das Glas hervor und schleuderte es gegen die Wand. Münzen prasselten über den Boden. „Da!“ rief er triumphierend und sammelte die Münzen in seiner Hand. „Die ganze Zeit hast du Geheimnisse vor mir gehabt, genau wie sie.“ Heiße Tränen verschwommen Korras Sicht. „Das war alles, was ich hatte!“ schluchzte sie. „Ich werde verhungern!“ „Du sollst verhungern!“ brüllte er. „Geschieht dir recht.“ Er steckte die Münzen ein und hob dann die Flasche hoch. Für einen schrecklichen Herzschlag glaubte sie, er würde sie damit schlagen. Sie zuckte zusammen, riss die Arme hoch, um ihren Kopf zu schützen. Doch statt zuzuschlagen, erstarrte er. Seine Brust hob und senkte sich, und sein Gesicht verzog sich – diesmal nicht vor Wut, sondern vor etwas Tieferem, Dunklerem. „Du hast sie getötet“, flüsterte er heiser. Korras Atem stockte. „Was?“ „Du hast deine Mutter getötet!“ Sein Gebrüll ließ den Raum erzittern, Gift lag in jedem Wort. „Wäre es nicht wegen dir gewesen, wäre sie noch hier. Sie hätte keine Herzkrankheit entwickelt, sie hätte nicht …“ Seine Stimme brach, und er wandte sich ab, wischte sich grob mit dem Ärmel über das Gesicht. „Sie ist wegen dir gestorben.“ Korras Welt kippte; sie spürte, wie ihr die Luft aus den Lungen wich. Ihre Knie gaben nach, und sie sank auf das Bett, klammerte sich an die dünne Decke, als könnte sie sie zusammenhalten. „Nein …“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein gebrochener Hauch. Tränen strömten über ihre Wangen. „Das stimmt nicht. Sie hat mich geliebt. Sie hat mir jeden Abend vorgesungen, sie hat …“ „Wag es nicht, ihren Namen zu sagen!“ Seine Stimme peitschte wie eine Peitsche durch den Raum und schnitt durch ihr Schluchzen. „Du verdienst es nicht, dich an sie zu erinnern. Du verdienst gar nichts.“ Korra presste die Handflächen auf die Ohren, verzweifelt bemüht, die Worte auszublenden, doch sie bohrten sich ein. Du hast sie getötet. Du hast sie getötet. Der Hunger in ihrem Bauch war nichts im Vergleich zu dem hohlen Schmerz, der ihr Herz spaltete. Sie hatte sich immer unsichtbar gefühlt – für das Rudel, für die Welt, sogar für ihren Vater. Doch das hier war schlimmer. Das war es, unerwünscht und verflucht zu sein. Sie sah zu ihm auf, durch verschwommene Tränen. „Wenn du mich so sehr hasst“, flüsterte sie mühsam, „warum lässt du mich dann nicht einfach gehen?“ Er antwortete nicht. Er taumelte zur Tür, die gestohlenen Münzen klimperten in seiner Tasche. Die Flasche glitt ihm aus der Hand und zerschellte auf dem Boden, Whiskey lief aus. Er fluchte … „Weil“, murmelte er, ohne sich umzudrehen, „du alles bist, was mir noch bleibt, um dir die Schuld zu geben.“ Dann war er fort und ließ sie in der Stille zurück, Glasscherben glitzerten über den Boden verstreut. Korra zog sich in sich zusammen und klammerte sich an ihren Magen, während Hunger und Trauer sich ineinander verkrallten, bis sie nicht mehr wusste, wo das eine endete und das andere begann.

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