Der Wald war still, als Luan alleine auf einer Lichtung stand. Der Mond hing hoch am Himmel, sein Licht fiel durch die Bäume und ließ die Schatten tanzen. Es war der Ort, an dem alles begonnen hatte – der Ort, an dem er zum ersten Mal die Verbindung zum Wolf in sich gespürt hatte. Doch jetzt war er anders. Er war nicht mehr der unsichere Junge, der zwischen zwei Welten hin- und hergerissen war. Er war beides – Mensch und Wolf, vereint in einem Gleichgewicht, das er endlich verstanden hatte. Das Rudel hatte sich nach dem Kampf erholt, die Wunden waren verheilt, und das Leben hatte sich normalisiert. Doch Luan wusste, dass dies nur ein Moment des Friedens war. Das Gleichgewicht war wiederhergestellt, aber die Welt war nie vollständig sicher. Kael hatte es ihm oft gesagt: „Das Gleichgewicht

