Die Tage danach waren schwer wie Blei. Elena versuchte, sich im Dorf unauffällig zu geben, doch ihre Gedanken waren nur bei Adrian. Sein Gesicht, als er blutend vor ihrer Tür gestanden hatte, ließ sie nicht los. Und die Worte, mit denen er sich von ihr gelöst hatte, brannten tiefer als jede Wunde: Wenn ich euch will, wird es kein Zurück mehr geben. Doch noch bevor sie ihn wiedersehen konnte, kam die Nacht, die alles verändern sollte. Der Mond stand voll am Himmel, silbern und kalt. Nebel lag über den Wiesen, so dicht, dass die Welt dahinter verschwamm. Elena konnte nicht schlafen. Sie trat hinaus, den Mantel um die Schultern, und folgte ihrem unruhigen Herzen zum Rand des Waldes. Ein Heulen durchschnitt die Stille. Tiefer, schärfer, durchdringender als alle zuvor. Es war kein einzelner

