Kapitel 47 - Der Schatten am Waldrand

1025 Worte

Der Morgen brach an wie ein Gemälde. Die Sonne schickte ihre ersten Strahlen durch die Baumwipfel, ließ den Nebel über der Lichtung glitzern, als hätte jemand feinen Staub aus Silber darüber gestreut. Elena stand am Rand der Lichtung, ein Korb voller Kräuter in den Händen, und atmete den kühlen Duft von Erde und frischem Moos ein. Es war ein friedlicher Anblick – Kinder spielten mit den jungen Wölfen, eine alte Frau spann Garn, während einer der Rudelmitglieder schweigend Holz spaltete. Und doch war etwas anders. Zuerst konnte Elena nicht sagen, was es war. Es war nicht der Wind, nicht der Geruch der Luft, nicht einmal ein Geräusch. Es war ein Gefühl, tief in ihrem Bauch, als würde sie von unsichtbaren Augen beobachtet. Die Vögel schienen sich an diesem Morgen zurückzuhalten. Kein fröhli

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