Kapitel 81 - Der Schatten greift an

920 Worte

Der Morgen brach grau und trüb über den Bergen an. Ein fahles Licht kämpfte sich durch die zerrissenen Wolken, während Windböen durch die engen Schluchten heulten. Adrian zog den Umhang fester um seine Schultern, doch die Kälte, die ihn ergriff, kam nicht allein vom Wetter. Es war eine Kälte, die tiefer kroch – in die Haut, in die Knochen, bis in die Seele. Sie waren kaum eine Stunde unterwegs, als Bran plötzlich innehielt. Seine Hand schoss nach oben, gebot Adrian, stehen zu bleiben. Der Wald hier war karg, die Bäume knorrig und alt, ihre Äste wie verdorrte Finger, die in den Himmel griffen. Und doch war es nicht die Natur, die Bran anhalten ließ. Ein Laut – kaum hörbar, kaum mehr als ein Wispern – glitt zwischen den Stämmen hindurch. Kein Vogelruf, kein Tierlaut. Es klang wie Stimmen,

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