Kapitel 59 - Schatten im Unterholz

1009 Worte

Der Morgen brach golden über dem Dorf herein, der Nebel hing schwer zwischen den Hütten, als hätte die Nacht ihre Finger noch nicht ganz gelöst. Das Gras war vom Tau dunkel und glänzte, jeder Schritt der Dorfbewohner hinterließ Spuren in der feuchten Erde. Auf dem Platz klirrten Speere, ein dumpfes Geräusch von Holz auf Holz hallte wider, wenn die Menschen gegeneinander übten. Die Trainingsstunden waren mittlerweile ein fester Teil des Tages geworden. Das Rudel hatte den Rhythmus bestimmt: Morgens, wenn der Nebel die Welt noch verhüllte, übten sie mit den Menschen. Sie schulten sie darin, sich lautlos zu bewegen, den Wind zu lesen, im Dunkeln zu sehen – oder wenigstens zu hören. Die Dorfbewohner wiederum zeigten den Wölfen den Umgang mit Bögen und Armbrüsten, die richtige Handhabung von F

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