Der Morgen war von seltsamer Stille erfüllt. Seit Tagen hatte das Dorf in Ruhe gelebt – das Training lief, die Schmiede hallte wieder von Rufen und Metallklang, und Kinder spielten lachend zwischen den Ställen. Doch an diesem Tag lag etwas in der Luft, das sich nicht greifen ließ. Der Wind trug es mit sich, fein und flirrend, wie ein kaum hörbares Wispern. Elena bemerkte es zuerst. Sie stand auf dem kleinen Platz vor dem Haus, einen Korb Äpfel in der Hand, als sie die Tochter am Brunnen sah. Das Mädchen saß auf dem Rand, barfuß, die Füße im Wasser, und summte eine Melodie. Nichts daran war ungewöhnlich – und doch… das Wasser unter ihren Zehen glühte leicht. Zuerst dachte Elena, es sei nur die Sonne, die sich darin spiegelte. Doch dann begann das Licht zu tanzen. Es formte kleine Spiral

