Mirabellas Sicht „Mirabella.“ Ricardos Stimme war genau dieselbe, ruhig, professionell, mit einem Hauch von Wärme. „Bist du in Sicherheit?“ Die Frage traf mich härter als erwartet. Sechs Monate lang war ich Emma Martin, und das Erste, was er fragte, war meine Sicherheit. Nicht, wie es mir ging, nicht, wo ich gewesen war. Einfach das Wichtigste in seiner Welt. „Im Moment“, sagte ich. „Aber ich brauche Hilfe, und ich glaube, es könnte mit der alten Sache zu tun haben.“ „Was für eine Hilfe?“ Ich sah Rosa an, die mir an unserem kleinen Küchentisch aufmerksam zuhörte. Sie nickte aufmunternd. „Menschenhandel. Junge Immigrantinnen verschwinden in Portland. Das Muster kommt mir bekannt vor.“ Ricardo schwieg einen Moment. „Wie bekannt?“ „So bekannt, dass es wohl mit Netzwerken zusammenhängt

