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Die Gnadelose Rache Des CEO

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​Klappentext:Amelia hatte einst eine Zukunft mit Ethan, einem Mann, der sie liebte, bevor der Reichtum ihn in einen kalten Manager verwandelte.Vor fünf Jahren zwang ein von Ethans Vater gesponnenes Netz aus Lügen Amelia dazu, sich zurückzuziehen, wobei sie Ethan glauben ließ, sie habe sich bestechen lassen, um ihn zu verlassen – doch in Wahrheit tat sie dies, um ihre kranke Mutter zu schützen und Ethans junges Unternehmen vor dem Ruin zu bewahren.Nun, angesichts der wachsenden Arztrechnungen ihrer Mutter und eines Onkels, der droht, ihre Familie dem Ruin auszusetzen, ist Amelia gezwungen, sich um eine Stelle bei Blackwood Enterprises zu bewerben, ohne zu ahnen, dass Ethan dessen Chef geworden ist.Als er sie in seinem Gebäude entdeckt, schwört Ethan, sie durch unerbittliche Schikanen am Arbeitsplatz zu brechen, in dem Glauben, damit Gerechtigkeit für seinen vergangenen Herzschmerz zu üben. Doch während Amelia seine Grausamkeit still erträgt, um ihre Geheimnisse zu bewahren, zwingen eine Spur gefälschter Finanzunterlagen und ein plötzlicher Verrat durch ihren eigenen Onkel Ethan zur Erkenntnis, dass die Frau, die er hasste, die Einzige war, die ihn jemals wirklich beschützt hat.Als die Wahrheit hinter ihrer Trennung endlich ans Licht kommt, muss Ethan sich dem Schaden stellen, den er angerichtet hat. Doch wird seine Entschuldigung nach all dem Schmerz und der Demütigung, die Amelia erdulden musste, ausreichen? Oder hat er sie für immer verloren?

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Kapitel 1 – Die Räumungsdrohung
~​Amelias Perspektive~ ​„Unterschreib die Papiere, Amelia, oder ich schicke morgen früh die Umzugswagen zum Pflegeheim deiner Mutter“, brüllte Charles und knallte einen Stapel Dokumente auf die Küchentheke. Die Blätter verstreuten sich über die verblasste Laminatoberfläche und kamen in der Nähe meiner kalten Teetasse zum Liegen. Ich griff nicht danach. Ich hielt meine Hände gefaltet und lehnte mich gegen das Spülbecken. Vor dem einzigen kleinen Fenster lag die schmale Gasse im Dunkeln, graues Licht spiegelte sich von den Backsteinmauern. „Das Haus gehört dir nicht, Charles“, sagte ich mit ruhiger Stimme. „Auf der Urkunde steht nur der Name meiner Mutter. Du hast kein Recht, daran zu rühren, geschweige denn es zu verkaufen, um deine Verluste am Spieltisch auszugleichen.“ Charles lachte, ein lautes, spöttisches Lachen, das widerhallte. Er begann, auf und ab zu gehen. „Die Urkunde enthält eine Gemeinsamkeitsklausel von vor zwanzig Jahren“, sagte Charles und zeigte mit dem Finger auf mich. „Deine Mutter ist handlungsunfähig. Sie kann nicht vor Gericht stehen und etwas anderes behaupten. Ich bin ihr Bruder. Wenn ich einen Antrag auf Anfechtung des Eigentumsrechts stelle, friert die Bank das Eigenkapital ein. Die Pflegeeinrichtung wird sie nicht aus Nächstenliebe in diesem Zimmer behalten. Sobald die Zahlungen ausbleiben, setzen sie sie auf die Straße.“ „Sie erholt sich gerade von einer Operation“, sagte ich. Meine Knöchel wurden blass, als ich mich am Rand des Waschbeckens abstützte. „Du weißt genau, was der Arzt gesagt hat. Sie jetzt zu verlegen, würde ihre Gesundheit ruinieren.“ „Dann besorg das Geld!“ Charles trat einen Plastikhocker aus dem Weg, der an der Wand entlangschrammte. „Ich brauche fünfzigtausend bis Ende der Woche. Wenn ich es nicht habe, werden die Leute, denen ich Geld schulde, mich holen kommen. Wenn sie mich holen kommen, reiße ich dich und deine Mutter mit in den Abgrund.“ „Ich habe keine fünfzigtausend Dollar“, sagte ich und starrte ihm direkt in seine blutunterlaufenen Augen. „Ich gebe jeden einzelnen Dollar meines aktuellen Gehalts an die Klinik. Auf meinem Bankkonto sind im Moment weniger als zweihundert Dollar.“ „Dann such dir einen besseren Job“, spottete Charles, hielt in seinem Auf- und Abgehen inne und beugte sich über den Küchentisch. „Du hast einen Abschluss in Finanzwesen. Du hast jahrelang Zahlen verfolgt. Warum arbeitest du für einen Hungerlohn bei einem örtlichen Finanzamt, wenn die großen Firmen in der Innenstadt das Dreifache zahlen?“ „Weil diese Firmen Referenzen verlangen und es Wochen dauert, bis sie Bewerbungen bearbeiten“, antwortete ich mit erstickter Stimme. „Finde eine Lösung“, fuhr Charles mich an. Er griff in seine Jackentasche, zog einen offiziellen Rechtsbescheid mit einem roten Stempel heraus und warf ihn auf die anderen Blätter. „Das ist die Anfechtungsklage. Die Anwälte haben sie gestern verfasst. Wenn ich bis Freitagmorgen keine Einzahlungsbestätigung sehe, unterschreibe ich sie, und das Gerichtsverfahren beginnt.“ Ich starrte auf den roten Stempel auf dem Blatt. Die Buchstaben brannten sich in mein Gedächtnis ein. Ich wusste, dass Charles verzweifelt genug war, um das zu tun. Er hatte bereits seine eigenen Ersparnisse aufgebraucht, und nun war er bereit, das Leben meiner Mutter einzutauschen, um seine Schulden zu begleichen. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging ich an ihm vorbei in den kleinen Wohnbereich. Mein Laptop stand offen auf dem kleinen Schreibtisch in der Ecke. Ich zog den Stuhl hervor und setzte mich, meine Finger schwebten über der Tastatur. „Was machst du da?“, fragte Charles und folgte mir in den Raum. Er stand hinter meinem Stuhl, seine Anwesenheit erstickte den kleinen Raum. „Das hier in Ordnung bringen“, murmelte ich. Ich öffnete das Lesezeichen für die Stellenbörse in meinem Browser. Seit drei Tagen verfolgte ich eine dringende Stellenausschreibung. Es handelte sich um eine Stelle als Junior-Analyst. Die Ausschreibung war dringend, da der vorherige Analyst ohne Vorankündigung gekündigt hatte und einen riesigen Rückstau an Kundenakten hinterlassen hatte. Das Grundgehalt war doppelt so hoch wie das, was ich derzeit verdiente, und es gab einen sofortigen Einstellungsbonus, wenn der Kandidat die Abschlussprüfung bestand. Der Name des Unternehmens stand ganz oben auf der Webseite: Blackwood Enterprises. Vor fünf Jahren gab es diesen Namen noch nicht. Vor fünf Jahren war der einzige Name, der für mich zählte, Ethan. Aber Ethan war damals ein Student gewesen, der nichts als ein kaputtes Auto und ein Notizbuch voller großartiger Ideen besaß. Früher aßen wir gemeinsam billige Abendessen auf Parkbänken und sprachen von einer Zukunft, in der wir nicht jeden Cent umdrehen mussten. Dann entdeckte uns sein Vater. Sein Vater stellte mich vor die Wahl: Entweder ich nahm das Geld, um die plötzlichen, lebensrettenden Operationen meiner Mutter zu bezahlen und zu verschwinden, oder ich sah zu, wie er Ethans Startkapital vernichtete, noch bevor sein Start-up überhaupt an den Start gehen konnte. Ich nahm das Geld. Ich ließ Ethan glauben, ich hätte den Reichtum ihm vorgezogen. Ich ließ ihn mich hassen, denn sein Hass bedeutete, dass er seinen Traum behalten konnte. Ich habe nie wieder in die Wirtschaftsnachrichten geschaut. Ich habe nie nachgeschlagen, was aus seiner Firma geworden ist. Ich nahm an, dass er etwas Erfolgreiches aufgebaut hatte, aber ich hielt mich weit weg vom Finanzviertel, um jede Chance zu vermeiden, ihm zu begegnen. Blackwood war mittlerweile ein riesiger Mischkonzern, der den größten Turm in der Innenstadt belegte. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine junge Analystin den Top-Führungskräften begegnen würde, war gleich null. Ich füllte die Textfelder auf dem Bildschirm aus und lud meinen Lebenslauf sowie meine Studienzeugnisse hoch. Meine Finger tippten schnell auf die Tasten, und das Geräusch erfüllte die stille Wohnung. „Blackwood?“ Charles beugte sich näher heran und las mir über die Schulter hinweg vom Bildschirm. Er räusperte sich trocken. „Glaubst du wirklich, du kannst einfach so bei der größten Kanzlei der Stadt vorbeischauen und einen Platz bekommen?“ „Sie brauchen jemanden, der sofort historische Geschäftsbücher prüfen kann“, sagte ich, ohne den Blick vom Bildschirm zu wenden. „Ich habe drei Jahre lang genau das für das Bezirksamt gemacht. Meine Qualifikationen sind perfekt.“ „Sie haben Hunderte von Bewerbern“, sagte Charles und verschränkte die Arme. „Morgen früh findet ein offenes Auswahlverfahren für diejenigen statt, die die Kriterien erfüllen“, entgegnete ich. „Wenn man den Fachtest besteht, bekommt man noch am selben Tag ein Vorstellungsgespräch mit dem Abteilungsleiter. Es ist ein direktes Einstellungsverfahren.“ Ich bewegte den Cursor über die blaue Schaltfläche am unteren Rand der Seite. Auf der Schaltfläche stand: Bewerbung einreichen und für den Test anmelden. Ich klickte darauf. Der Bildschirm wurde aktualisiert und zeigte eine Bestätigungsmeldung sowie einen digitalen Zugangsausweis an. „Anmeldung bestätigt. Bitte melden Sie sich um 8:00 Uhr im Blackwood Tower, 4. Etage.“ „So“, sagte ich und klappte den Laptop mit einem festen Klicken zu. Ich stand auf und wandte mich meinem Onkel zu. „Ich werde morgen die Prüfung ablegen. Wenn ich die Stelle bekomme, reicht der Vorschuss aus, um die fälligen Zinsen auf deine Schulden zu bezahlen, und mein monatliches Einkommen deckt die Haushaltskosten, ohne dass wir das Eigenkapital des Hauses antasten müssen.“ Charles sah nicht zufrieden aus. Er trat auf mich zu, seine Stiefel klackerten auf den Dielen. Der Geruch von abgestandenem Tabak und billigem Whisky strömte von seiner Kleidung. Er beugte sich vor, sein Gesicht nur wenige Zentimeter von meinem entfernt, seine Augen verengten sich zu kalten Schlitzen. „Du hast eine Woche Zeit, Amelia“, flüsterte Charles mit leiser, bedrohlicher Stimme. „Wenn diese schicke Firma dich bis Freitag nicht einstellt, landet deine Mutter auf der Straße. Ich werde die Papiere unterschreiben, das Haus verkaufen und euch beide mit nichts zurücklassen.“ Er drehte sich auf dem Absatz um, schnappte sich seine Jacke von der Rückenlehne des Küchenstuhls und ging zur Haustür. Die Tür schlug hinter ihm zu, die Wucht des Aufpralls ließ die Glasscheiben im Fenster klirren. Ich stand allein in der stillen Wohnung und blickte auf meine Hände hinab. Sie waren vollkommen ruhig. Ich konnte es mir nicht leisten, sie zittern zu lassen. In fünf Stunden musste ich aufstehen, meinen besten verbliebenen Anzug anziehen und ins Herz der Stadt gehen, um mir eine Zukunft zu sichern, die ich nie gewollt hatte.

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