Kapitel 33

1089 Worte

„Ich sage, wir nehmen jeden, der blutet für sich selbst. Weil das mehr wert ist.“ Wieder Murmeln. Geteilt. Getrennt. Liesel trat vor. Ihre Stimme war ruhig. Aber scharf wie eine Klinge. „Wir nehmen niemanden auf, der uns zerbrechen will. Aber wir schicken niemanden weg, der zerbrochen ist. Weil wir wissen, wie das ist.“ Stille. Dann nickte Torvald. „Einverstanden.“ Viktor sah in die Runde. „Dann ist es beschlossen. Wir prüfen. Wir kämpfen. Wir heilen. Aber wir verstecken uns nicht mehr.“ Das Rudel antwortete nicht mit Geheul. Sondern mit einem tiefen, kollektiven Ausatmen. Als würde eine Last abfallen. Der Tag verging mit Arbeit. Sie verstärkten das Haus. Mehr Steine. Mehr Lehm. Mehr geflochtene Ranken. Aethera brachte silberne Fäden aus dem Wald. Sie wuchsen nicht. Sie lebten.

Kostenloses Lesen für neue Anwender
Scannen, um App herunterzuladen
Facebookexpand_more
  • author-avatar
    Schriftsteller
  • chap_listInhaltsverzeichnis
  • likeHINZUFÜGEN