Kapitel 11: Der Schatten der Vergangenheit

935 Worte

Damián Der eisige Wind weht durch die dunklen Flure des Schlosses und erschüttert die Fenster wie eine stille Bedrohung. Alles scheint in Erwartung erstarrt. Der Duft von altem Staub und verschmutztem Holz schwebt in der Luft, aber es ist unmöglich, ihn zu ignorieren: Etwas hat sich verändert. Etwas in mir. Etwas in ihr. Sie ist hier, irgendwo in diesen Wänden, aber ich finde sie nicht. Noch nicht. Ich habe sie entkommen lassen. Oder besser gesagt, ich habe sie glauben lassen, dass sie entkommen kann. Doch selbst in meiner Entscheidung, sie aus meinem Griff entkommen zu lassen, fühle ich eine Leere. Ein immer größer werdender Abgrund, gegraben von dieser unwiderstehlichen Anziehung, von diesem Brennen, das mich jeden Moment, in dem ich sie nicht sehe, in dem ich sie nicht fühle, verzehrt

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