Prolog
„Ich kann nicht“, murmelte der alte Mann und schüttelte verzweifelt den Kopf. „Meine Magie wird nicht stark genug sein, um etwas gegen die Königin auszurichten. Wir sitzen in der Falle. Nein, nein … die Königin ist zu mächtig.“
„Oray“, rief die Königin aus der Tür ihres privaten Arbeitszimmers.
Der König der Zauberinsel, der hinter seinem wunderschönen geschnitzten Holzschreibtisch saß, blickte auf. Seine Augen waren mit einem tintenschwarzen Film überzogen.
Mit einem Stirnrunzeln betrat die Königin den abgedunkelten Raum. Auf ihren Wink hin öffneten sich die Jalousien. Oray erhob sich mit einem animalischen Knurren von seinem Stuhl. Der untypische Laut ließ die Hand der Königin in der Luft erstarren.
„Isha“, rief die Königin leise, ohne den Blick von ihrem Mann abzuwenden. Alles, was sie in seinen schwarzen Augen sah, war ihr eigenes Spiegelbild und nicht der gütige, liebevolle und mitfühlende Mann, der einst in seinem Körper gewohnt hatte.
„Ich sehe es, Ihre Majestät“, antwortete Isha leise.