Die Morgendämmerung kroch über Altona, ein graues Licht sickerte durch die schmutzigen Fenster der Pension. Lukas Teufel saß auf dem Bett, die Boxhandschuhe neben sich, ein frischer Verband um sein Bein und seinen Arm. Sein Körper war ein Schlachtfeld – blaue Flecken, Schrammen, ein dumpfer Schmerz in den Rippen –, aber sein Grinsen hielt stand, ein Zeichen seines sturen Optimismus. Lena lag auf einem zweiten Bett, eingewickelt in eine Decke, ihre Atemzüge ruhig, doch ihr Gesicht war blass vor Erschöpfung. Hanna Sturm saß am Tisch, eine Tasse Kaffee in den Händen, ihre Augen rot vor Müdigkeit. Der Verband an ihrem Arm war fleckig, doch sie blätterte durch Annas Fabrik-Skizze, ihre Finger zitterten leicht. „Volkov kommt heute“, murmelte sie und sah zu Ivan – der Anzug-Typ, gefesselt an ein

