Kapitel 34: Die Fäden des Netzes

1360 Worte

Die Morgendämmerung kroch über Prenzlauer Berg, ein graues Licht sickerte durch die Vorhänge der WG-Wohnung, wo Lukas Teufel und sein Team sich verschanzt hatten. Lukas saß auf einem zerschlissenen Sofa, die Boxhandschuhe neben sich, ein frischer Verband um Arm und Bein – Blut sickerte durch, aber sein Grinsen war breit, ein Zeichen, dass er den Schmerz als Trophäe trug. Sergej Kowal lag gefesselt in der Ecke, sein Anzug zerfetzt, die Narbe an seinem Hals schimmerte im schwachen Licht einer nackten Glühbirne. Seine Augen waren kalt, doch ein Funke Angst flackerte darin. Hanna Sturm stand am Küchentisch, eine Tasse Kaffee in den Händen, ihre Rippen schmerzten bei jedem Atemzug – sie war zäh, aber die Nacht in Spandau hatte sie an ihre Grenzen gebracht. Klara Rauch saß auf einem Stuhl, ihr

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