III-14

2086 Worte

Wechselndes inneres Überzeugtsein und auch Gegenstandslosigkeit des Liebens, das, wie es in der Seele schweifend präexistent ist, beim Bilde einer Frau ganz einfach deshalb verweilt, weil diese Frau fast unerreichbar ist! Und dann denkt man weniger an eine Frau, die man nicht ohne Mühe sich vergegenwärtigt, als an die Mittel und Wege, sie kennen zu lernen. Es tut sich eine lange Abflucht von Befürchtungen auf, und das ist schon genug, um unser Lieben an sie, als dessen kaum gekannten Gegenstand, zu binden. Die Liebe wird unermeßlich, und daran denken wir nicht, wie wenig Raum in ihr die wirkliche Frau behauptet. Und wenn wir dann – so ging es mir, als Elstir bei den jungen Mädchen stehen blieb – mit einem Male nicht mehr unruhig und besorgt sind, dann scheint, weil darin unser ganzes Liebe

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