KAPITEL DREIUNDFÜNFZIG Irinas Sicht Ich stand wie gelähmt da und starrte Roberto an. „Sie muss gehen“, wiederholte Roberto kalt. Marinas Gesicht verzog sich, die feinen Linien um ihre Augen vertieften sich vor Verzweiflung. „Das ist nicht dein Ernst.“ „Doch, das ist mein Ernst“, sagte Roberto und krallte sich so fest an die Stuhllehne, dass seine Knöchel weiß wurden. „Hast du mich nicht gehört? Es ist zu riskant, dass sie hier ist. Sie hat etwas mit den Volkov-Zwillingen zu tun, und das ist gefährlich für uns alle. Jetzt ist unser einziger Sohn verschwunden.“ Der letzte Satz brach mir das Herz. Carlo war verschwunden, und ich war der Grund dafür. „Aber wohin soll sie gehen?“, fragte Marina verzweifelt und fuchtelte mit den Händen in der Luft, als suche sie nach einer Antwort. „Sie i

