KAPITEL SECHSUNDVIERZIG Dimitri Sie brachten mir dreimal täglich Essen. Zum Frühstück gab es meist Brot und Eier, zum Mittagessen Reis und Gemüse, zum Abendessen Fleisch und Kartoffeln. Das Essen war gut, besser als erwartet, und es gab immer genug Wasser. Aber ich war nicht zufrieden, ich fühlte mich nicht wohl. Ich wollte aus diesem Keller raus. Die Wände schienen sich um mich herum zu schließen. Die Luft war stickig und schwer, ich konnte hier unten nicht richtig atmen. Jedes Mal, wenn die Wachen mit dem Essen kamen, versuchte ich, mit ihnen zu reden, versuchte sie zu bitten, mich rauszulassen. „Bitte“, sagte ich. „Ich muss hier weg, ich brauche frische Luft, ich muss die Sonne sehen.“ Aber sie antworteten nie, sie stellten nur das Essen und das Wasser hin und gingen wortlos.

