KAPITEL FÜNFUNDVIERZIG Irinas Sicht Mikhail war nicht überrascht, dass ich noch lebte. Sein Gesichtsausdruck verriet weder Schock noch Verwirrung. Er musste es gewusst haben, er musste herausgefunden haben, dass Alexei meinen Tod vorgetäuscht hatte. Er ging an mir vorbei, ohne mich auch nur anzusehen. Sein Blick war auf etwas hinter mir gerichtet. Ich drehte mich um und sah Alexei wie erstarrt dastehen. Sein Gesicht spiegelte Gefühle wider, die ich noch nie zuvor an ihm gesehen hatte: Schock, Panik und Angst, echte Angst. Michail war der Einzige, vor dem die Wolkow-Zwillinge Angst hatten, der Einzige, der ihnen das Gefühl geben konnte, klein und machtlos zu sein. „Wie hast du mich gefunden?“, fragte Alexei mit leicht zitternder Stimme. Er versuchte, selbstsicher zu klingen, doch es gela

