KAPITEL NEUNUNDFÜNFZIG Irina Ich schrie auf, vergrub das Gesicht in den Händen und versuchte, den Schrecken auszublenden. Robertos tote Augen starrten mich an. Überall war Blut, und die Schüsse hallten noch in meinen Ohren wider. Die Bilder hatten sich in mein Gedächtnis eingebrannt und spielten sich immer wieder ab wie ein Albtraum, aus dem ich nicht erwachen konnte. Ich konnte das Schießpulver noch riechen, spürte noch immer, wie das Glas meine Haut schnitt, sah noch immer den Moment, als das Leben aus Robertos Augen wich. Dann hörte ich eine Stimme, fern und doch vertraut, die meinen Namen rief. „Irina!“ Ich kannte diese Stimme. Ich kannte sie tief in mir. Dimitri? Ich blickte langsam auf, meine Sicht war verschwommen vor Tränen und Schock. Ein Mann näherte sich dem Auto, bew

