Kapitel 1-2

531 Worte
Als Ariel ankam, war Trisha bereits im Inneren des Jets beschäftigt. Sie konnte Ariel und Carmen draußen hören, beschloss aber, sich weiter auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Ariel würde sich um die Inspektionen an der Außenseite kümmern. Trisha war die Pilotin auf diesem Flug und Ariel die Co-Pilotin. Sie wechselten sich häufig ab. Eine Weile später hörte Trisha Caras heitere Stimme im Hangar. Auweia, dachte Trisha. Sie ist im Koffeinrausch! Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Cara war so witzig. Trisha und Ariel hatten sie vor einigen Jahren als ihre kleine Ersatz-Schwester adoptiert. Cara hatte damals gerade eine schwere Zeit mit einem der Ingenieure bei Boswell durchgemacht, einem richtigen Vollidioten. Als er eines späten Abends in Caras Wohnung aufgetaucht und handgreiflich geworden war, hatten Trisha und Ariel, die gerade bei Cara zu Besuch gewesen waren, ihn alles andere als freundlich hinausgeleitet. Sie hatten ihm ausführlich erklärt, was sie mit ihm anstellen würden, wenn er Cara jemals wieder zu nahekommen sollte. Der Idiot hatte sich kurz danach nach Übersee versetzen lassen. Trisha kicherte, als sie sich daran erinnerte, wie er sie bei dem Rauswurf angesehen hatte. Trisha stand auf und streckte sich, um ihre verspannten Schultern etwas zu lockern. Sie wollte herausfinden, was Cara so machte, bevor sie dann den Tower um Starterlaubnis bat. Sie hatte vor etwa einer Stunde den Radar überprüft und wie es aussah, war der schlimmste Sturm schon vorbei. Der Start sollte also kein Problem sein, sofern sie grünes Licht bekamen. Cara war gerade fertig, als Trisha die Treppen des Jets herunterstieg. „Hey, Trish.“ Auf der unteren Stufe drehte Trisha sich um und ging auf sie zu. Trisha schenkte Cara ein breites Lächeln. „Hey, Cara. Willkommen an Bord! Ist das dein erster Flug mit der neuen Phantom-Serie?” „Ja, ich freue mich wirklich darauf, sie so richtig in die Mangel zu nehmen“, sagte Cara. „Kommt Carmen auch mit?“ „Ja“, sagte Trisha leise, als sie zusah, wie Ariel zu ihrer Schwester ging. „Ariel hat die Erlaubnis bekommen, Carmen mitzunehmen. Wir fliegen nach Kalifornien, um eine Künstlerin zurückzubringen, die ein Kunstwerk für die Boswells angefertigt hat, und Carmen braucht eine Möglichkeit, um nach Kalifornien zu kommen“, sagte Trisha. Sie nahm Cara ihren Werkzeuggürtel ab. Er sah viel zu schwer für Caras zierliche Figur aus, doch Trisha wusste es besser. Cara war hart im Nehmen, wenn es darauf ankam. Sie drehte sich noch einmal zu Ariel und Carmen um und stieg die Treppe des Jets hinauf, während sie leise zu Cara sagte: „Es geht ihr immer noch nicht so gut.“ Vierzig Minuten später erhielt Trisha die Starterlaubnis und kurz darauf waren sie in der Luft. Die nächsten sechs oder sieben Stunden hätten langweilig sein können, doch Trisha beschloss, den neuen Jet auf Herz und Nieren zu prüfen, da es ein so langer Flug war. Sie war noch nicht bereit, Ariel schon in ihre Pläne einzuweihen. Sie beschloss, es ihr auf dem Rückflug zu sagen. Dann musste sie sich wenigstens keine Sorgen machen, dass Carmen versuchen würde, ihre Schwester zu töten, falls diese einen Wutanfall bekam, wenn sie hörte, dass Trisha die Fliegerei aufgab.
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