Kapitel 2

2807 Worte
2 Um kurz nach acht landeten sie in Shelby, Kalifornien. Der Himmel war wunderschön und über ihnen funkelten die Sterne. Trisha suchte sich den hellsten aus und erzählte ihrer Mutter im Stillen von ihrem Vorhaben, nach Hause zurückzukehren. Trisha hätte schwören können, dass der Stern ihr tatsächlich zuzwinkerte. Sie nahm das als gutes Zeichen und langsam fiel der Stress von ihr ab. Trisha stöhnte, als sie aufstand und sich langsam streckte. Eine Sache, die sie an ihrem Job als Pilotin definitiv nicht vermissen würde, waren die Überland- und die internationalen Flüge, bei denen sie so lange saß. Sie hatte immer noch Probleme, wenn sie zu lange an einem Ort sitzen musste. Sie wusste, dass die Steifheit nie wieder vergehen würde. Das war ein weiterer entscheidender Grund für ihre Kündigung bei Boswell gewesen. Sie zog ihre Jacke von der Sitzlehne und wollte gerade zur Kabinentür gehen, als Ariel eine Hand auf ihren Arm legte und sie zurückhielt. „Was auch immer du vor mir verheimlichst, du weißt, dass ich es verstehen würde, oder?“, sagte Ariel leise und sah Trisha in die Augen. „Ich weiß, dass du irgendetwas hast. Ich bin immer für dich da.“ Tränen brannten in Trishas Augen. Sie hätte es wissen müssen. Ariel hatte natürlich gemerkt, dass sie in letzter Zeit nicht sie selbst gewesen war. „Ich weiß.“ Trisha atmete tief durch. Dann erzählte sie ihrer Freundin das, wovor sie so große Angst gehabt hatte. „Ich habe bei Boswell International gekündigt und will zuhause bei meinem Vater arbeiten“, sagte Trisha schnell. Mit pochendem Herzen wartete sie auf Ariels Antwort. Ariel sah Trisha mit einer hochgezogenen Augenbraue an und lachte dann los. „Ist das alles? Ich dachte, du stirbst oder so! Also, wann fangen wir an?“ Trish blickte Ariel erstaunt an. „Was meinst du mit ‚wann fangen wir an‘? Wer ist wir?“ „Du und ich. Ich weiß, dass dein Dad etwas Unterstützung gebrauchen könnte. Seit wir von zu Hause weg sind, ruft er mich mindestens einmal pro Woche an und bittet um Hilfe mit seiner Papierarbeit. Du weißt doch, dass ich seine Buchhalterin war, bevor wir zur Air Force gegangen sind. Während der letzten zehn Jahre habe ich mich um einen Großteil der Buchhaltung gekümmert“, sagte Ariel mit einem Grinsen. „W-was?“, stotterte Trisha. „Er hat nie ein Wort gesagt! Ich hatte keine Ahnung, dass er Probleme damit hatte.” „Nicht unbedingt Probleme. Er hat Buchhaltung einfach schon immer gehasst. Er ist lieber draußen im Wald, um Grünschnäbel zu jagen. Ich habe schon vor Monaten einmal mit ihm darüber gesprochen, nach Hause zu kommen. Aber ich wollte dich nicht alleine lassen. Ich habe das ganze Reisen satt. Da die Sache mit Eric und mir jetzt vorbei ist, dachte ich, es wäre Zeit für eine Veränderung. Vor ein paar Monaten habe ich deinen Dad gefragt, ob er mich einstellen würde, wenn ich wieder nach Hause käme“, sagte Ariel und lächelte erleichtert. Dann wandte sie sich um und verschwand durch die Kabinentür. Trisha stand einfach nur da und blickte ihrer besten Freundin schweigend nach. Sie waren gemeinsam in der Kleinstadt Casper Mountain, Wyoming, aufgewachsen. Ariel, Carmen und Trisha gegen den Rest der Welt. Da Trisha Einzelkind war, hatte sie es immer toll gefunden, dass die beiden Mädchen im gleichen Alter waren. In der Schule waren Ariel und Trisha im gleichen Jahrgang gewesen und Carmen ein Jahr unter ihnen. Auf der Highschool hatte Ariel angefangen, für Trishas Dad zu arbeiten und sich um seine Buchhaltung gekümmert. Die beiden Mädchen hatten in der Highschool an Online-College-Kursen teilgenommen und ihren College-Abschluss gleichzeitig mit ihrem Highschool-Abschluss gemacht. Als sie gerade das zweite Jahr auf dem College begonnen hatten, starben die Eltern von Ariel und Carmen bei einem Autounfall. Trisha war sich sicher, dass Carmen ihr Abschlussjahr nur geschafft hatte, weil Trishas Dad in dieser Zeit für sie dagewesen war. Und natürlich Scott, Carmens Highschool-Liebe. Carmen und Scott hatten nur wenige Tage nach ihrem Abschluss geheiratet. Ariel und Trisha hatten beschlossen, zur Air Force zu gehen, da sie beide ins Raumfahrtprogramm wollten. Ariel schaffte es nicht – Trisha schon, zumindest bis zu ihrem Unfall. Trisha schüttelte sich. Sie würde nicht weiterdenken. Das hatte sie schon tausend Mal getan und es endete immer gleich. Sie lachte zynisch. Ist das nicht die Definition von Wahnsinn?, dachte sie bei sich. Immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten? Sie schüttelte ihren Kopf und folgte Ariel aus der Kabine heraus und die Treppe hinunter. Sie kicherte leise, denn ihr fiel dabei ein, dass sie gehört hatte, wie Cara die Tür des Jets geöffnet hatte, noch bevor sie überhaupt ganz zum Stehen gekommen waren. Abby, die Künstlerin, warf Cara einen zögernden Blick zu, als Ariel und sie auf sie zukamen. Trisha fragte sich, ob sie darüber nachdachte, ihnen Trinkgeld zu geben oder so. Sie sah irgendwie aus, als wäre ihr unbehaglich zumute. Cara hingegen schien einen Grund zu suchen, um nicht wieder zurück in den Jet zu müssen. Trisha glaubte, dass Cara sich sogar daran festketten würde, wenn sie könnte. Trisha sagte zwar nichts dazu, Ariel und sie wussten jedoch, dass Cara an Klaustrophobie litt. Sie hatten bereits beschlossen, hier zu übernachten. Es hatte keinen Sinn, jetzt noch zurückzufliegen und die arme Cara so zu stressen. „Es ist wirklich schon spät. Ihr solltet um diese Zeit nicht mehr zurückfliegen. Was haltet ihr davon, in meiner Hütte zu übernachten? Sie liegt etwas weiter oben auf dem Berg, aber sie ist wirklich schön. Ich habe auch ein Gästezimmer und eine riesige Couch, die man ausklappen kann“, sagte Abby und sah die drei nervös an. Trisha wollte gerade ihren Mund öffnen, um einzuwilligen, als Cara, offenbar sichtlich erleichtert, losplapperte. Trisha musste sich beherrschen, um nicht laut loszulachen. Ariel verdrehte die Augen, während sie versuchte, ihr Grinsen zu verbergen. „Klingt super!“, sagte Cara begeistert. „Ich würde durchdrehen, wenn ich mich gleich wieder in diese enge Blechbüchse setzen müsste. Und ich würde wirklich gerne deinen Kerl kennenlernen. Du hast gesagt, er hat Brüder? Wie stehen die Chancen, dass ich die irgendwann zwischen heute Abend und morgen Früh kennenlernen kann? Ich liebe es, neue Typen kennenzulernen. Ich versuche nämlich gerade, meinen Rekord im Vergraulen von Männern zu brechen. Ich glaube die längste Zeit, die es jemand mit mir ausgehalten hat, waren zehn Minuten.“ Trisha und Ariel lachten. „Aber Cara, ich glaube, dass dieser Dougie zwölf durchgehalten hat. Was meinst du, Ariel?“ „Oh, mindestens zwölf, vielleicht sogar dreizehn Minuten“, fügte Ariel hinzu. Trisha zuckte zusammen. Sie hatte Caras letztes Blind Date arrangiert. Nicht gerade ihre beste Idee. Sie hatte Cara mit einem Abendessen mit einem Physikprofessor überraschen wollen, der ihr Nachbar von gegenüber war. Cara war von dieser Wahl nicht sonderlich begeistert gewesen. Trisha schnitt eine Grimasse und musste zugeben, dass sie Cara deswegen nicht wirklich einen Vorwurf machen konnte. Der Typ hatte sie alle drei wie Vollidioten behandelt. Cara hatte den Spieß jedoch schnell umgedreht, indem sie angefangen hatte, Stephen Hawkings Theorie über schwarze Löcher zu zitieren und (in allen Einzelheiten) darzulegen, inwiefern man diese auf Beziehungen übertragen konnte. Der arme Kerl hatte schließlich einen Asthmaanfall bekommen. Nicht nur das; Trisha war zu dem Zeitpunkt heillos betrunken gewesen, hatte nicht einmal bemerkt, dass der Mann in Not war. An diesem Nachmittag hatte sie bei Boswell gekündigt und etwas früher mit dem Feiern angefangen. Überraschenderweise war Ariel in einer ähnlichen Verfassung gewesen. Nur Cara und der Physikprofessor waren nüchtern gewesen. Cara hatte die beiden nur angesehen und losgelacht. Trotz ihres vollkommen betrunkenen Zustands war Trisha schon damals klar gewesen, dass Cara bereits in diesem Moment begonnen hatte, ihre Rache zu planen. Und das Letzte, was Trisha wollte, war, sie daran zu erinnern. „Ihr zwei seid verrückt. Ihr wart sturzbetrunken“, sagte Cara lachend. „Ihr könnt euch nicht einmal mehr an seinen Namen erinnern. Er hieß Douglas. Nicht Dougie“, sagte Cara und imitierte Douglas‘ aufgebrachte nasale Stimme so gut, dass Trisha und Ariel vor Lachen Tränen in den Augen hatten. „Oh ja, der gute, alte Dougie“, sagte Trisha und wischte sich die Augen. „Wie konnten wir das nur vergessen?“ Trisha lächelte Abby zu. Sie wusste, dass ihre nächsten Worte eher an Cara als an Abby gerichtet waren, doch das würde sie nie zugeben. „Im Gegensatz zu einigen anderen Leuten, die wir kennen, brauchen Ariel und ich öfter als einmal im Monat acht Stunden Schlaf, um zu überleben. Wir nehmen gerne beide Angebote an.“ Abby runzelte die Stirn. „Beide Angebote?“ „Ja, Bett und Brüder.“ Cara, Ariel und Trisha grinsten. Trisha klinkte sich zwar in die Witzeleien über die Brüder ein, zuckte jedoch innerlich zusammen. Sie war Carmen sehr ähnlich. Sie war noch nicht bereit für eine neue Beziehung. Trisha schnaubte leise. Vielleicht war sie auch eher wie ihr Vater. Ihr Vater hatte nie eine Frau gefunden, die ihre Mutter hatte ersetzen können. Ihre Eltern hatten sehr jung geheiratet, noch jünger als sie und Peter, doch sie waren richtige Seelenverwandte gewesen. Ihre Eltern waren etwas über vier Jahre verheiratet gewesen, als ihre Mutter plötzlich verstorben war. Trishas Vater hatte seine ganze Liebe und Aufmerksamkeit seiner kleinen Tochter geschenkt. Trisha wusste, dass ihr Dad im Laufe der Jahre ein paar Affären gehabt hatte, doch keine davon hatte besonders lange gehalten. Nie war es mit einer der Frauen ernster geworden, egal wie sehr sie ihn auch zu etwas Verbindlichem gedrängt hatten. Als sie ihn einmal danach gefragt hatte, hatte er nur traurig gelächelt und gesagt, dass er keine andere Frau gefunden hatte, die den gleichen Funken in ihm entfachte wie ihre Mutter. Er hatte ihr gesagt, dass, wenn er jemals eine wie ihre Mutter finden sollte, er sie sich schnappen würde, bevor sie wusste, wie ihr geschah. Dann hatten Trisha und er gelacht und eine Liste mit all den Dingen zusammengestellt, die ihm bei einer Frau wichtig waren. Danach hatte Trisha ihm zugestimmt, dass sie niemals eine Frau mit allen Eigenschaften auf seiner Liste finden könnten. Trisha war klar geworden, dass sie ebenfalls auf der Suche nach diesem besonderen Menschen war. Damals hatte sie gedacht, diesen Menschen in Peter gefunden zu haben, doch da hatte sie sich offenbar getäuscht. Als Carmen hinter sie trat, zuckte Trisha zusammen. „Danke für das Angebot, aber ich glaube, ich bin raus. Ich habe mich schon im Voraus um ein Transportmittel gekümmert und mach mich dann mal vom Acker. Ich habe ja eh die meiste Zeit im Flieger geschlafen“, sagte Carmen, die plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Trisha hörte, wie Cara aufgeregt zu Abby sagte, dass sie nur kurz ihre Sachen holen ginge, doch in Gedanken war sie immer noch bei Ariel. Sie machte sich Sorgen um sie. Sie wusste besser als sonst irgendjemand, dass Ariel sich große Sorgen um ihre kleine Schwester machte. Vor drei Jahren hatte niemand geglaubt, dass Carmen überhaupt überleben würde. Ariel hatte ihren Vertrag bei der Air Force nicht erneuert, damit sie während der ersten kritischen Wochen bei ihr im Krankenhaus bleiben konnte. Mit Trishas Genesung und allem, was Carmen zugestoßen war, hatte Ariel vor drei Jahren alle Hände voll zu tun gehabt, dachte Trisha bedauernd. Verdammt, sie musste sich zusammenreißen. Wenn sie nicht aufpasste, würde sie sich irgendwann noch in eine mürrische alte Frau verwandeln. „Okay. Wir brauchen ungefähr zehn Minuten, dann sind wir hier fertig“, sagte Trisha und warf Ariel einen besorgten Blick zu. Trisha wandte sich um und stieg die Treppe des Jets hinauf. Es würde nicht lange dauern. Sie mussten nur den Jet herunterfahren und ihre Sachen holen. Trisha holte ihre und Ariels Tasche aus dem kleinen Lager im vorderen Ende der Kabine. Mit einer in jeder Hand stieg sie die Treppen wieder hinunter. Am Ende der Treppe traf sie auf Ariel. Ariel sicherte die Tür des Jets ab, bevor sie wieder zu Trisha zurückkehrte, um ihr ihre Tasche abzunehmen. Trisha reichte Ariel die Tasche und murmelte: „Es wird alles gut. Sie braucht nur etwas Zeit.“ Tränen glitzerten in Ariels Augen. Sie räusperte sich und antwortete dann: „Ja, aber wie viel Zeit? Es ist schon drei Jahre her.“ „Bei mir ist es auch drei Jahre her und ich bin immer noch nicht so weit“, erwiderte Trisha leise. „Sie hat einen sehr wichtigen Menschen verloren, Ariel. Wir heilen nicht alle gleich schnell. Sieh dir nur meinen Dad an. Man muss einfach einen Tag nach dem anderen überstehen und hoffen, dass es besser wird“, sagte Trisha und blickte unruhig in die Dunkelheit. „Tut mir leid“, sagte Ariel und umarmte Trisha mit einem Arm. „Manchmal vergesse ich, dass du besser nachvollziehen kannst, was Carmen gerade durchmacht als ich. Danke, dass du für uns beide da bist.“ „Hey, dafür hat man doch Schwestern“, sagte Trisha mit einem Grinsen. „Jetzt Aber genug von diesen nüchternen und deprimierenden Themen. Damit will ich mich jetzt nicht mehr beschäftigen. Denken wir lieber an den ganzen Spaß, den wir mit den Grünschnäbeln haben werden. Ich glaube, die Navy schickt ihre SEALs immer noch zu dem Training bei meinem Dad. Ich kann es gar nicht erwarten, ihre Gesichter zu sehen, wenn ich sie jage.“ Ariel kicherte. „Du bist so böse! Du weißt schon, dass sie wahrscheinlich eine Therapie brauchen werden, wenn du mit ihnen fertig bist, oder?“ Trisha wollte gerade antworten, als ein lauter Knall ertönte. Die beiden hatten schon oft Schüsse gehört und erkannten das Geräusch sofort. Sie ließen ihre Taschen fallen und rannten auf den Parkplatz zu, von wo der Knall gekommen war. Trisha zwängte sich als erste durch den Zaun, gefolgt von Ariel. Erleichtert seufzte Trisha auf, als sie Cara und Carmen sah. Hektisch suchte sie die Umgebung nach Abby ab. Sie hörte das Geräusch von quietschenden Reifen und drehte sich gerade noch rechtzeitig um, sodass sie die Rücklichter eines Pick-ups sehen konnte, der rasend schnell den Parkplatz verließ. „Scheiße, was ist passiert?“, fragte Trisha. Noch bevor Cara etwas sagen konnte, meldete sich Carmen zu Wort. Trisha merkte, dass sie wütend war. „Irgend so ein Arschloch hat Abby aufgelauert. Dem bisschen, was ich verstanden habe zufolge, scheint er nicht allzu glücklich darüber zu sein, dass sie sich nicht für ihn, sondern für diesen Zoran entschieden hat. Er hat sie mit etwas gestochen und ihr Handschellen angelegt. Ich werde ihm folgen. Haltet eure Telefone bereit; vielleicht brauche ich etwas Verstärkung“, sagte Carmen und lief, noch bevor irgendjemand etwas sagen konnte, auf ein Motorrad zu, das zwischen zwei Anhängern stand. „Wir brauchen einen fahrbaren Untersatz“, murmelte Ariel und sah zu, wie ihre Schwester hinter dem Pick-up herfuhr. „Schon dabei“, sagte Cara mit zitternder Stimme, als sie zu Abbys Pick-up stürmte. Innerhalb von wenigen Sekunden hatte sie den Motor angelassen. Caras Gesicht erhellte sich und sie grinste breit, als sie Trishas hochgezogene Augenbraue sah. „Früher hab’ ich mir gerne mal Autos für ’ne Spritztour ausgeliehen. War ein echtes Problem.“ Trisha schüttelte nur ihren Kopf, während Ariel in den Pick-up sprang und in die Mitte rutschte, um ihr Platz zu machen. Im Nahkampf war Trisha einfach besser als Ariel. Ihr Vater hatte ihr viele Kampftechniken beigebracht, und zwar nicht nur faire. Er wusste, wie wichtig es war, dass sie sich verteidigen konnte, wenn sie manchmal tage- oder wochenlang allein mit den Kunden draußen im Wald unterwegs war. Manchen gefiel es nämlich gar nicht, gegen eine Frau zu verlieren. Paul Grove sagte immer, dass es keine Rolle spielte, ob man eine Frau oder ein Mann war, wenn es darum ging, ums Überleben zu kämpfen. Entweder konnte man kämpfen oder man starb. Er hatte dafür gesorgt, dass sein kleines Mädchen wusste, wie man kämpfte. Aufmerksam verfolgte Trisha das Gespräch zwischen Ariel und Carmen. Als Cara einen ihrer verrückten Kommentare losließ, konnte Trisha sich nicht zurückhalten und mischte sich ein. Cara war wirklich die Einzige, die während einer Verfolgungsjagd über mechanische Verbesserungen nachdenken konnte. Trisha verdrehte die Augen, als Cara eine Bemerkung über die Beschleunigung von Abbys Pick-up machte. „Wie kannst du nur über so etwas nachdenken, wenn wir gerade mitten im Nirgendwo böse Jungs jagen?“ „Hey, ich kann mich auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren“, sagte Cara und riss erneut das Steuer herum, wobei der Pick-up etwas ins Schlingern geriet. Trisha war nicht die einzige, die eine Reihe von Schimpfwörtern zu Besten gab, die sie während ihrer Zeit bei der Air Force gelernt hatte. Ariel stand ihr darin in nichts nach, während Cara einfach nur lachte. Trisha war sich nicht sicher, ob sie wissen wollte, wo Cara gelernt hatte, so zu fahren.
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