Kapitel Eins: Der Vertrag
Ich habe den Vertrag unterschrieben, weil ich eine Feiglingin bin mit einer kranken Mutter und einem hypotheken-großen Traum von Freiheit.
Artikel 7, Unterabschnitt C stand in perfekter Kalligraphie:
„Die ausgewählte Floristin soll zu jeder Stunde verfügbar, entgegenkommend und sichtbar fickbar bleiben …“ Fickbar. Sie haben das wirklich hingeschrieben. Meine Hand zitterte so stark, dass das S in Seraphina betrunken aussah.
Die Türen hatten sich noch nicht einmal ganz geöffnet, als Prinzessin Liana hereinstürmte, ihre Stiefel knallten auf Marmor wie Schüsse. Sie warf mir einen langsamen Blick zu (Augen wanderten über meine Brüste, meine Hüften, meinen Hals) und lachte tief und bitter.
„Jesus. Diese Titten sind sogar in echt noch größer.“
Sie trat so nah heran, dass ich Leder und Waffenöl roch. „Hast du eine Ahnung, wie viele Nächte ich mich für die Zwillinge verbogen habe, nur um sie davon abzulenken, irgendwelche Omegas hier reinzuschleppen? Und jetzt stolzierst du rein und siehst aus wie ein wandelnder feuchter Traum. Toll. Wirklich toll.“
Ich öffnete den Mund (etwas Tapferes, etwas Dummes), aber die Luft veränderte sich. Wurde d**k. Als hätte jemand die Heizung auf zehn Grad hochgedreht und Honig über alles gegossen.
Dann kamen sie herein.
Cassian zuerst, dann Calder direkt hinter ihm, bewegten sich wie Spiegelbilder desselben Albtraums. Weiße Hemden gerade so weit aufgeknöpft, dass scharfe Schlüsselbeine zu sehen waren, Ärmel hochgekrempelt, Adern traten auf ihren Unterarmen hervor. Tattoos ihrer Wölfe auf der Brust, mit Schwänzen, die sich um ihre Arme schlangen.
Ihre Augen (sturm-grau und ausgehungert) fixierten mich und ließen nicht mehr los.
Cassian erreichte mich in drei lautlosen Schritten. Seine Hand kam langsam hoch, gab mir alle Zeit der Welt wegzulaufen. Ich tat es nicht. Konnte es nicht. Seine Handfläche umfasste mein Kinn, Daumen strich über meinen Mundwinkel, und er … atmete mich einfach ein. Nase folgte der Linie meines Halses, Lippen streiften kaum die Haut. Mein Puls raste; ich spürte ihn flattern gegen seinen Mund.
„Test eins“, murmelte er, Stimme Samt und Kies. „Empfindlich auf Berührung. Schau sie dir an – Gänsehaut schon jetzt.“
Hinter mir lachte Calder dunkel und hungrig. „Ich bin dran.“
Seine Hand klatschte ohne Vorwarnung auf meinen Arsch – hart, perfektes Brennen, das jeden Nerv entzündete. Ich keuchte so laut, dass es widerhallte.
Verdammt, das hätte ich nicht zeigen sollen. So viel zu meinen Plänen, unempfindlich gegen ihre Berührungen zu sein. Meine Hüften zuckten nach vorn, direkt in Cassians Brust.
Er fing mich auf, ein Arm glitt um meine Taille, der andere kippte mein Kinn höher, sodass ich ihn ansehen musste.
Calder drückte sich von hinten an mich, ließ mich jeden Zentimeter spüren, wie hart er schon war. Er rollte einmal die Hüften, langsam, gezielt, die Kante seines Schwanzes zog sich durch den Spalt meines Arsches durch die Kleidung hindurch.
Scheiße … Ich stellte mir vor, wie tief er in mir sein würde. Jesus!
„Fühl dieses Zittern?“, sagte er an meinem Ohr. „Sie mag es, versohlt zu werden. Test eins bestanden, Prinzessin.“
Ich versuchte, Worte zu finden (irgendwelche Worte), aber es kam nur dieses erbärmliche kleine Wimmern raus.
Cassians Hand wanderte meinen Körper hinunter, als gehörte er ihm. Über meine Brust (Daumen kreiste um meine Brustwarze durch die Bluse, bis sie schmerzte), über die Kurve meiner Taille, Finger spreizten sich über meinen Bauch. Dann tiefer. Er hakte den Saum meines Rocks hoch, gerade genug, und glitt direkt in meinen Slip.
Zwei dicke Finger glitten durch meine Spalte, teilten mich, sammelten Nässe. Ich war beschämend durchnässt. Er musste nicht mal suchen.
Er zog sie langsam heraus, hielt sie zwischen uns hoch. Sie glänzten wie Glas. Es war die Bestätigung meines Versagens. Der Beweis, dass ich schon am ersten Tag gescheitert war. Diese beiden hatten mich.
„Test zwei“, verkündete er, fast sanft. „Wird sofort nass für einen glatten Durchgang. Schau dir das an, Cal – sie weint praktisch danach.“
Calder stöhnte, packte Cassians Handgelenk und leckte diese Finger direkt vor meinem Gesicht sauber. Zunge rollte sich, Augen die ganze Zeit auf meine fixiert.
Igitt!
„Schmeckt nach Verzweiflung“, sagte er, als er fertig war. „Wir behalten sie.“
Ich konnte nicht mehr stehen. Meine Knie knickten ein und Cassian ließ mich gegen ihn sacken, seine Hand immer noch an meinem Kinn, Daumen streichelte meine Wange, als wäre ich etwas Kostbares und bereits Gebrochenes.
„Braves Mädchen“, flüsterte er. „Du hast die ersten beiden Tests bestanden. Es wird mehr geben.“
Calder beugte sich vor, Zähne streiften die Muschel meines Ohrs. „Heute Nacht finden wir raus, wie laut du schreist, wenn wir beide in dir sind.“
Dann gingen sie einfach … weg. Leise lachend, als hätten sie nichts weiter getan, als einen neuen Wein zu probieren.
Liana war verschwunden, sobald ihre Hände auf mir lagen.
Kluge Frau.
Ich stand da und zitterte, Schenkel nass, Kitzler pochte so stark, dass ich es in den Zähnen spürte. Mein eigener Duft (süß, bedürftige Omega) füllte den Raum und ich hasste ihn. Hasste sie. Hasste, wie mein Körper für sie sang, als wäre ich genau dafür geboren.
Mein Handy vibrierte. Unbekannte Nummer.
Ich nahm mit zitternden Fingern ab.
„Kleine Blume …“
Er war es. Rafael.
„Sag mir, dass sie dich angefasst haben. Denn ich bin sicher, sie werden es.“
Ich konnte nicht sprechen.
„Ich kann dich von hier riechen“, sagte er, und ich schwöre, meine Knie gaben fast wieder nach. „Mitternacht in drei Tagen. Osttor. Du lässt mich rein, oder ich hole mir deine Mutter, während du noch drinnen bist.“
Klick.
Rafael hat alles gemacht. Die Empfehlung, die Bewertung, alles im Geheimen. Nur um mich in den Palast zu bringen. Jetzt spricht er Klartext.
Ich rannte blind und stieß die erste Tür auf, die ich fand.
Bibliothek. Falsche Wahl. Ich suchte einen Ausgang.
Ich erinnere mich nicht einmal, wie ich dorthin kam. Gänge verschwammen, Marmor kalt unter meinen Absätzen, Herzschlag immer noch irgendwo zwischen meinen Schenkeln feststeckend. Ich wollte nur Stille. Irgendwo atmen, wo es nicht nach Alpha und Sünde roch.
Stille. Staub und altes Papier und der schwache Duft von Leder.
Perfekt. Außer dass es nicht still war.
Ein leises, rhythmisches Geräusch schwebte zwischen den Regalen. Nass. Klatschend. Atemlos. Das unverkennbare Takt von Körpern, die zusammenstoßen.
tat-tat-tat-tat … dann ein lauter. Ein Klatschen auf Fleisch.
Mein Magen drehte sich. Ich war schon durchnässt (Cassians Finger, Calders Handabdruck, meine eigene Nässe kühlte noch auf meinen Schenkeln), und dieses Geräusch glitt direkt in meinen Blutkreislauf wie ein zweiter Schuss von etwas Illegalem. Meine Nippel zogen sich so schnell zusammen, dass es wehtat. Ich hasste mich dafür.
Ich hätte umdrehen sollen. Stattdessen folgte ich dem Geräusch wie eine Motte, die schon weiß, dass die Flamme sie töten wird.
Tiefer in die Regale. Vorbei an Leitern und Mondlicht, das durch hohe Fenster schnitt. Die Geräusche wurden lauter: leise Stöhnen, das Knarren von Holz, Haut auf Haut, jetzt schneller.
Ich bog um die letzte Ecke und erstarrte.
Dort, über einen antiken Lesetisch gebeugt, Rock bis zur Taille hochgeschlagen, Slip bis zu den Knien runtergezogen, stand eine füllige Frau, die ich früher gesehen hatte. Ihre Knöchel weiß an den Kanten, Mund offen in einem stummen Schrei.
Hinter ihr stand die Bibliothekarin. Dieselbe ruhige, zarte Frau, die mich morgens mit schüchternem Lächeln und einem Stapel botanischer Texte begrüßt hatte. Porzellanhaut, sanfte Stimme, winzige Taille … und Hosen gerade so weit runtergeschoben, dass der dickste Schwanz frei war, den ich je gesehen hatte. Aderig, dunkelrot, glänzend von der Erregung der anderen Frau, verschwand er wieder und wieder in ihrem Körper mit schnellen Stößen, die die Tischbeine über den Boden schabten.
Ich konnte mich nicht bewegen. Konnte nicht atmen. Eine Frau? Mit einem Schwanz? Ich war wie festgenagelt, verarbeitete.
Der Kopf der Bibliothekarin fuhr hoch. Ihre Augen (blassgrün, fast sanft) fixierten meine. Schock blitzte zuerst auf, pur, erschrocken, Wangen wurden rosa. Dann Erkenntnis. Dann etwas Boshaftes kräuselte ihre Lippen.
Die gebeugte füllige Frau bemerkte es auch. Sie drehte den Kopf, sah mich und lachte statt zu schreien, atemlos und gemein.
„Hau ab!“, keuchte sie zwischen den Stößen.
Die Bibliothekarin hörte nie auf sich zu bewegen. Eine Braue hob sich in stummer Herausforderung.
Mein Gesicht brannte so heiß, dass mir schwindelig wurde. Ich stolperte rückwärts, stolperte fast über meine eigenen Füße, drehte mich und rannte. Bücher verschwammen an mir vorbei, Mondlicht und Schatten, mein Puls brüllte lauter als meine Absätze auf dem Marmor.
Ich hielt nicht an, bis eine Magd meinen Arm packte und mich, zitternd und halb blind, in mein Zimmer steuerte und die Tür mit diesem kleinen mitleidigen Lächeln abschloss.
Ich brach auf dem Bett zusammen und … löste mich einfach auf.
Ich war durchnässt. Schmerzend. Leer und schmerzend und wütend. Meine Nippel taten weh. Mein Kitzler pulsierte jedes Mal, wenn ich mich an Calders Hand erinnerte, die niedersauste, an Cassians Finger, die durch mich glitten, als wäre ich für sie gemacht. Ihre Stimmen, die mehr Tests versprachen.
Ich presste die Schenkel zusammen und hasste das Stöhnen, das aus mir kroch.
Ein Rogue will, dass ich ihn in den Palast schmuggle, sonst holt er sich meine Mutter. Der Prinz lässt mich nicht gehen. Die Prinzessin würde den Palast zur Hölle machen …
„Ich kann das nicht“, flüsterte ich in die Dunkelheit. „Ich muss hier raus.“
Drei Schläge. Hart. Endgültig.
Die Tür öffnete sich.
Weibliche Wache, Gesicht aus Stein gemeißelt. „Fräulein Seraphina. Seine Majestät befiehlt Sie in den Thronsaal. Sofort.“
Ich starrte sie an.
Fuck mein ganzes Leben.