KAPITEL 14 BETRÜGER

713 Worte
KAPITEL 14 BETRÜGER „Warum bist du hier?“, fragte Alina verwirrt und schockiert. Wir hatten seit unserem letzten Gespräch über unsere „Verabredung“ nicht mehr gesprochen. „Also, ich glaube, dieses Restaurant ist für alle geöffnet“, antwortete ich und musterte den schleimigen Typen neben ihr. Mein Blick blieb stehen, als ich seine Hand immer noch auf ihrer liegen sah. Ich sah, wie er sie auf die Wange küsste und sie umarmte. „Oh ja. Entschuldigung, so habe ich es nicht gemeint“, antwortete sie zögernd, ohne auf die Hand des Typen auf ihrer zu achten. Der Typ verstand es bestimmt und nahm seine Hand weg. Hätte er auch nur eine Sekunde länger gebraucht, hätte ich ihm sicher gleich hier mit dem Messer auf dem Tisch die Hand abgeschnitten und sie Alina in einer hübschen Schachtel mit roter Schleife als Andenken dafür geschenkt, dass sie sich von einem anderen Mann berühren ließ. „Nun, nehmen Sie Platz, Mr. Joel“, sagte sie schließlich. „Na, danke, Miss Alina. Und er ist?“ Ich fragte und deutete auf den schleimigen Typen. „Mr. Joel, das ist Addy, ich meine Adam Casser, mein bester Freund. Und Addy, das ist Mr. Joel Rutherfort. Mein…“ „Geschäftsbekanntschaft.“ Ich beendete ihren Satz und streckte Adam die Hand entgegen. Er erwiderte meinen Händedruck. Ich sah durch ihre Augen, wie er sich mit Alina unterhielt. Beste Freunde, von wegen, er wollte sie bestimmt in seinem Bett haben. Ich konnte sehen, wie er sie anstarrte. „Na, und Sie haben mir immer noch nicht gesagt, warum Sie hier sind, Mr. Joel?“, fragte Alina nach ihrem geheimen Gespräch mit ihrer sogenannten besten Freundin. „Ich bin zufällig wegen einer Besprechung hier. Ich war gerade auf dem Weg zur Toilette, als ich Sie sah. Dachte, ich sollte mal Hallo sagen“, antwortete ich und musterte sie von Kopf bis Fuß, was auch immer hinter dem Tisch zu sehen war. Sie trug ein weißes Top und einen schwarzen Rock. Ihr Haar war zu einem Pferdeschwanz gebunden. Sie sah so umwerfend aus wie eh und je. Egal, wie toll sie in ihren Bürojacken, Anzügen und schicken Kleidern aussah, in normalen Klamotten sah sie himmlisch aus. Darin wirkte sie wohler und sie selbst. Wie in dem T-Shirt, das sie an dem Abend nach unserem Abendessen trug, und wie ihre nackten Oberschenkel und Hüften darunter schwangen und wie leicht es sich ausziehen und an- „Oh, ich verstehe. Wir haben uns zufällig viele Male getroffen.“ Ihr Gesicht war inzwischen rot. Ich hatte ganz vergessen, dass ich sie angestarrt und wie ein hungriges Raubtier umgarnt hatte. Nun, heute war es bestimmt ein Zufall, dass ich sie mit seinem schleimigen, rahmenden Freund sah, und von den restlichen Treffen, nun, sie musste es nicht wissen. Ich wollte gerade etwas sagen, als schleimiges Telefon klingelte. „Hey. Rate mal, wo ich bin?“, ertönte eine Männerstimme am anderen Ende der Leitung. „Wo bist du, Henry?“, fragte Schleimig und runzelte die Stirn. Direkt neben ihm sah ich Alina lächeln, als ob sie etwas verbergen würde. Sie lächelte, als sie das Gesicht dieses Mannes namens Henry sah. Etwas Dunkles überkam mich. Ich hatte noch nie das Bedürfnis, zwei Menschen in einer Nacht zu ermorden. Und dann noch wegen eines Mädchens, das durch meine Hände sterben sollte. Ein Mann kam von hinten und tippte Adam auf die Schulter. Er stand überrascht auf, umarmte ihn und dann, warte, küsste er ihn? „Willkommen zurück, Henry. Wie war deine Reise? Und ich habe von deinem Vater gehört. Geht es ihm gut?“, fragte Alina ihn. „Ja, ist er. Ich habe dich vermisst, Baby.“ Henry sagte Letzteres zu Adam. Ich war immer noch etwas verwirrt, aber nicht mehr mörderisch. „Wenn du hier fertig bist, habe ich zu Hause eine Überraschung für dich“, sagte Henry zu Adam, immer noch in seinen Armen. „Lass uns gehen!“, sagte Adam. Sie verabschiedeten sich beide und ließen mich und Alina mit halb aufgegessenen Eistellern zurück. „Sollen wir auch gehen?“, fragte Alina zögernd und rieb sich die Hände auf den Knien. „Japp. Ich kann dich mitnehmen.“ Sie nickte. Und wir verließen das Restaurant.
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