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Der Vertrag der Teufelsbraut

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Mafia
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Elena Rossi hatte alles: Reichtum, Schönheit, einen mächtigen Familiennamen und eine Zukunft, die sie nie planen musste. Als Lieblingstochter des renommierten Rossi-Imperiums sollte ihr Leben makellos sein, bis es um sie herum zusammenbrach. Ihr Vater wird wegen Betrugs, Korruption und Verbindungen zur Mafia verhaftet; ihr Verlobter ist fort; und der Name Rossi wird nun verachtet. Ihre Welt bricht um sie herum zusammen, und im Zentrum des Ganzen steht Roman Volkov. Von Moskau bis New York gefürchtet und respektiert, ist er mehr als nur ein Milliardär – er ist der Erbe des größten Mafia-Imperiums Europas, ein Mann, der Verrat niemals vergibt. Als Elena Rache sucht, bietet Roman ihr etwas viel Schlimmeres an: einen Ehevertrag. Er wird ihren Vater retten, wenn Elena ihn heiratet – andernfalls verrottet ihr Vater im Gefängnis. Da sie keine andere Wahl hat, unterschreibt Elena. Doch die Ehe mit Roman ist keine Rettung, sondern Krieg. Von innen heraus erkennt Elena, dass sie eine Gefangene in Diamanten ist; Roman ist besitzergreifend und gefährlich, schwankt zwischen Verachtung und Beschützerinstinkt. Elena ist entschlossen, ihn zu vernichten, doch sie gräbt zu tief und erfährt, dass ihr Vater nicht unschuldig war, ihr Verlobter mitschuldig war und Roman vielleicht mehr ist als der Teufel. Als Feinde näher rücken, alte Verrat ans Licht kommen und ihre Welt zu zerfallen beginnt, ist Elena hin- und hergerissen zwischen ihrem Verlangen nach Rache und ihren Gefühlen für Roman. Jedes Mal, wenn sie versucht, Roman von sich zu stoßen, kommt sie ihm näher, und Roman Volkov lässt sie nicht los. Als die Grenzen zwischen Liebe und Besessenheit verschwimmen und Kapitulation dort Einzug hält, wo einst Rache herrschte, muss Elena entscheiden, ob sie bereit ist, von dem Teufel zerstört zu werden, den sie heiraten musste.

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TITEL: DIE NACHT, IN DER ALLES VERBRANNT IST
ELENA „Hören Sie mir zu, Miss Rossi?“ Ich blinzelte und blickte von meinem noch immer vollen Champagnerglas auf. Mrs. Hawthorne, die Mutter meines Verlobten, saß mir an dem Marmortisch gegenüber und lächelte mich auf jene Art an, wie Frauen wie sie es tun, wenn sie einen beleidigen, ohne es in Worte zu fassen. Der Raum war opulent; Kronleuchter funkelten über uns, Gelächter drang aus den Mündern der elegant gekleideten Menschen um uns herum, Frauen in Diamanten und Männer, die über Politik und Macht sprachen, alles hinter dem Glanz falscher Lächeln. Es war perfekt. Es war widerlich. „Ja“, antwortete ich leise. „Ich höre zu.“ Ihr Lächeln wurde noch gezwungener. „Ich sagte gerade, dass ich hoffe, du wirst nach der Hochzeit in Erwägung ziehen, deine … Unabhängigkeit einzuschränken.“ Ich hätte fast gelacht. Unabhängigkeit nannten sie es, wenn man zu viele Fragen stellte. Mein Verlobter, Daniel Hawthorne, rückte neben mir seine Manschettenknöpfe zurecht, als hätte er mit diesem Gespräch überhaupt nichts zu tun. Feigling. „Eine Ehefrau“, fuhr Mrs. Hawthorne fort, „sollte ihren Mann still unterstützen. Politik ist ein heikles Geschäft, Elena, und Daniel kann sich keine Skandale leisten.“ Skandale. Interessant. Da stand ich nun, von mir wurde erwartet, den Familiennamen hochzuhalten, während ihr Sohn mit halb Manhattan schlief und ich die Last der Moral trug. „Ich verstehe vollkommen, Mrs. Hawthorne“, lächelte ich süß. „Und ich hoffe, Daniel lernt auch, weniger … unabhängig zu sein.“ Daniel verschluckte sich an seinem Drink. Mrs. Hawthornes Lächeln erstarrte. Wunderschön. Bevor sie antworten konnte, vibrierte mein Handy in meiner Handtasche. Gerettet durch die Technik. Es war Dad. Ich stand sofort auf. „Entschuldigen Sie mich.“ Ich ging vom Tisch weg, ohne auf ihre Antwort zu warten, meine Absätze klackerten auf dem Marmorboden. Sobald ich auf dem leeren Balkon war, nahm ich den Anruf entgegen. „Dad?“ Zuerst hörte ich seinen Atem, schwer und unruhig. Mir schnürte sich die Brust zusammen. „Elena“, sagte er. Und schon bei diesem einen Wort wusste ich es. Etwas stimmte ganz und gar nicht. „Dad, was ist passiert?“ Es herrschte Stille. Dann – „Komm heute Nacht nicht nach Hause.“ Eine Kälte überkam mich. „Was?“ „Hör mir gut zu“, sagte er, und seine Stimme wurde leiser. „Egal was passiert, bleib bei deiner Mutter und Sophia. Sprich mit niemandem. Traue niemandem.“ „Papa, du machst mir Angst.“ Eine weitere Pause. Dann die Worte, die alles veränderten: „Sie sind hinter mir her.“ Das Champagnerglas glitt mir aus den Fingern und zersprang auf dem Marmorboden. „Was meinst du damit, sie sind hinter dir her?“ „Elena—“ „Nein! Sag mir, was du meinst!“ „Ich habe einen Fehler gemacht.“ Seine Stimme brach. Seit ich zwölf war, hatte ich meinen Vater nicht mehr so verängstigt gehört. Plötzlich war ich wieder zwölf: klein, verängstigt und hilflos. „Papa…“ „Es gibt Dinge, die ich dir schon vor Jahren hätte erzählen sollen.“ Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. „Welche Dinge?“ Stimmen. Männliche. Scharfe. Entfernte. Dann flüsterte mein Vater etwas, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ. „Er weiß es.“ Meine Kehle schnürte sich zu. „Wer?“ Und dann – war die Leitung tot. Ich starrte auf mein Handy. Nein. Nein, nein. Ich versuchte, ihn erneut anzurufen. Nichts. Und noch einmal. Nichts. Und noch einmal. Die Mailbox. Meine Hände zitterten so stark, dass ich kaum atmen konnte. Ich rannte zurück in den Ballsaal. Daniel lachte mit zwei Senatoren. Ich packte seinen Arm. „Wir müssen gehen.“ Er sah mich verwirrt an. „Elena, was –“ „Sofort.“ Sein Gesichtsausdruck veränderte sich, als er den Ausdruck in meinen Augen sah; das war nicht nur ein weiterer Streit. Wir verließen die Gala schweigend. Die Fahrt nach Hause kam mir vor, als würde sie niemals enden. Ich rief ihn dreiundzwanzig Mal an. Keine Antwort. Meine Mutter. Keine Antwort. Sophia. Nichts. Als ich das Tor zum Anwesen der Rossis sah, war mein ganzer Körper taub geworden. Polizeiautos, rote und blaue Lichter, die wie eine höllische Warnung blinkten, schwarze SUVs, Bundesagenten, Reporter, die sich bereits wie Geier versammelt hatten, die den Tod witterten. „Nein …“ Ich sprang aus dem Auto, noch bevor es zum Stehen gekommen war. „Elena!“, rief Daniel. Ich rannte. Vorbei an den Kameras, vorbei an den schreienden Reportern, vorbei an den Sicherheitsleuten, die versuchten, mich aufzuhalten, bis ich sie sah. Meine Mutter, schluchzend, Sophia an sie geklammert. Und mein Vater – in Handschellen. Mir stockte der Atem. „Nein.“ Er blickte auf. Seine Augen trafen meine – ich sah Scham, Reue, Angst und etwas Schlimmeres: Abschied. „Dad!“ Ich rannte vorwärts, doch Beamte versperrten mir den Weg. „Ma’am, treten Sie zurück.“ „Nehmen Sie Ihre Hände von mir!“ „Elena –“ „Dad!“ Er versuchte, nach mir zu greifen, aber sie zogen ihn zurück. Meine Mutter schluchzte lauter, Sophia zitterte heftig, und ich stand da, in Partykleidung, und sah zu, wie mein Leben vor den Kameras zerbrach. „Was soll das?!“, schrie ich. „Was hat er getan?!“ Niemand antwortete. Dann sagte eine Stimme hinter mir: „Er hat den Falschen verraten.“ Die Stimme war tief, ruhig, erschreckend ruhig. Die Menge teilte sich, und er trat vor. Groß, gekleidet in einen perfekt geschnittenen Anzug, ohne Krawatte, mit einem Gesicht, das aussah, als hätte es nie einen Moment der Vergebung von Gott gesehen, und kalten, grauen Augen, denen nichts entging. Roman Volkov. Ich hatte sein Gesicht in Wirtschaftsmagazinen und in politischen Gerüchten gesehen; ein Mann, über den man nur hinter vorgehaltener Hand sprach, als würde man ihn herbeirufen, wenn man seinen Namen zu laut aussprach. Und nun war er hier, bei der Beerdigung meines Lebens. Ich wandte mich ihm zu. „Du.“ Sein Blick traf meinen. Unbeweglich. „Ja.“ Die Wut traf mich so heftig, dass ich fast gestolpert wäre. „Das ist deine Schuld!“ Sein Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. „Dein Vater hat seine Entscheidungen getroffen.“ „Du hast meine Familie ruiniert!“ „Nein, Elena“, sagte er ruhig. „Das hat dein Vater selbst getan.“ Bevor ich nachdenken konnte, schlug ich ihn. Der Schlag hallte wider, und alle, sogar die Kameras, verstummten. Daniel flüsterte: „Oh mein Gott …“ Niemand schlug Roman Volkov. Anscheinend war ich gerade die Erste geworden. Sein Kopf schnappte durch die Wucht des Schlags zur Seite. Langsam wandte er sich wieder mir zu. Keine Wut. Das war viel schlimmer. Sein Blick fiel auf meine zitternde Hand, dann wieder auf mein Gesicht. Als er sprach, klang seine Stimme fast sanft. „Das war ein Fehler“, sagte er leise. Ein Schauer der Angst lief mir über den Rücken, aber ich hob mein Kinn. „Dann setz ihn auf deine Liste.“ Zum ersten Mal lächelte er. Es war ein gefährliches Lächeln, ohne jede Wärme oder Belustigung. Eine Warnung. „Das habe ich vor.“ Er trat näher, seine Stimme senkte sich zu einem Flüstern, das nur ich hören konnte. „Wenn du glaubst, dass heute Nacht das Schlimmste ist, was dir jemals passieren könnte, Elena … Du hast keine Ahnung, was als Nächstes kommt.“ Dann ging er an mir vorbei, als hätte er nicht gerade meine Welt zerstört, als hätte er mich nicht gerade bedroht. Zerstörung war für ihn einfach nur ein weiterer Dienstag. Ich stand wie erstarrt da und sah ihm nach. Und zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Angst vor einem Mann. Nicht, weil er mächtig war, sondern weil ich mit erschreckender Gewissheit wusste, dass Roman Volkov nicht wegen meines Vaters gekommen war. Er war wegen mir gekommen. Und irgendwie gehörte ich bereits zu dem Sturm.

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