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Das Spiel in Blackstone

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Drama
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Tasha kehrt an die Blackstone University zurück, diesmal nicht als Opfer. Ein geheimes Spiel zieht sie in einen tödlichen Machtkampf gegen ihre Rivalin Vanessa. Wer bricht zuerst? Ein nervenzerreißender Thriller.

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Vor Blackstone
Tasha Morgan lernte früh, dass Intelligenz nicht immer Bewunderung einbringt. Manchmal erntet sie Ressentiments. Sie bemerkte es zum ersten Mal in ihrem vorletzten Schuljahr, lange bevor die Blackstone University mehr als ein ferner Traum war. Es war kein einzelner Moment, zumindest nicht am Anfang. Es war ein Muster. Ein Blick, der zu lange hielt. Ein Lächeln, das sich schärfte statt zu erweichen. Eine Stille, die ihren Antworten im Unterricht folgte. Und im Zentrum von allem stand Vanessa King. Vanessa war brillant. Das ließ sich nicht leugnen. Lehrer lobten ihren analytischen Verstand, ihre Fähigkeit, beide Seiten einer Debatte präzise und selbstbewusst zu vertreten. Sie sprach mühelos, schrieb elegant und sog Aufmerksamkeit auf, so natürlich wie Atmen. Sie wurde nicht nur bewundert – man erwartete von ihr, dass sie erfolgreich sein würde. Tasha respektierte das. Zuerst. Was Tasha nicht erwartet hatte, war, wie schnell aus Respekt Rivalität werden konnte. Sie besuchten dieselbe elitäre Oberschule, die stolz darauf war, zukünftige Führungskräfte hervorzubringen. Wettbewerb wurde gefördert, aber meist höflich, kontrolliert. Bis Tasha begann aufzufallen. Sie wollte es nicht. Sie meldete sich nie, um aufzufallen. Sie dominierte keine Gespräche und jagte keine Anerkennung. Sie arbeitete still, unermüdlich, blieb lange in der Bibliothek, feilte an Argumenten, verfeinerte Ideen. Und langsam, fast unmöglich, holte sie Vanessa ein – und überholte sie manchmal sogar. Der Wandel war subtil, aber unverkennbar. Vanessa gratulierte ihr nicht mehr. Sah ihr nicht mehr in die Augen. Tat nicht mehr so, als existiere Tasha nicht. Stattdessen begann sie zu beobachten. „Tasha, nicht hinschauen“, murmelte Ethan eines Nachmittags, als sie gemeinsam über den Schulhof gingen. „Aber wenn Blicke töten könnten, wärst du jetzt tot.“ Tasha runzelte die Stirn. „Was meinst du?“ Ethan neigte leicht den Kopf. „Vanessa. Sie starrt dich seit der Debattierstunde an.“ Tasha warf einen Blick über die Schulter und spürte es sofort – diesen kalten, abschätzenden Blick. Vanessa wandte die Augen nicht ab, als sich ihre Blicke trafen. Stattdessen lächelte sie. Es war kein freundliches Lächeln. Ethan seufzte. „Ich hab dir gesagt, dass das passieren würde.“ „Was gesagt?“ „Dass Leute wie sie Überraschungen nicht mögen. Vor allem stille.“ Ethan war schon damals beschützend. Er plante bereits seinen eigenen Weg zur Universität, kannte die unsichtbaren Hierarchien solcher Schulen. Er hatte die Spannung bemerkt, bevor Tasha es tat. „Das ist kein Wettbewerb“, sagte Tasha, obwohl sie sich nicht mehr sicher war, ob sie es glaubte. Ethan warf ihr einen Blick zu. „Für dich vielleicht nicht. Für sie? Längst.“ Die Rivalität brach Wochen später offen aus, bei der regionalen interschulischen Akademiker-Wettbewerbsveranstaltung, zu der Schüler der besten Schulen des Bezirks kamen. Universitätsdozenten saßen in der Jury. Lehrer flüsterten über Stipendien und Empfehlungen. Karrieren konnten in solchen Räumen beginnen – oder enden. Vanessa sollte gewinnen. Alle gingen davon aus. Als stattdessen Tashas Name aufgerufen wurde – gelobt für Originalität, Tiefgang der Analyse und Gelassenheit unter Druck –, wurde es still im Saal, bevor Applaus losbrach. Tasha stand einen Moment wie erstarrt da, Schock durchfuhr sie. Dann ging sie auf die Bühne, das Herz hämmernd, spürte jeden Blick auf sich. Sie nahm das Zertifikat mit zitternden Händen entgegen, ihr Lächeln unsicher, aber echt. Aus dem Publikum klatschte Ethan laut, Stolz leuchtete in seinem Gesicht. Vanessa klatschte auch. Langsam. Präzise. Später im Flur fand Vanessa sie. „Ich gebe es zu“, sagte Vanessa leichthin, „das hätte ich nicht erwartet.“ Tasha zögerte. „Ich habe hart gearbeitet.“ „Davon gehe ich aus“, erwiderte Vanessa. „Aber nächstes Mal versuch, nicht so überrascht auszusehen, wenn du gewinnst. Das lässt die Leute zweifeln, ob du es wirklich verdient hast.“ Die Worte landeten sanft, doch ihre Bedeutung war scharf. Die echte Demütigung kam Tage später. Bei einer Schulversammlung zur Feier des Wettbewerbs hielt Vanessa eine Schülerrede. Sie sprach eloquent über akademische Integrität, über Fairness, über die Gefahren von Abkürzungen und Bevorzugung. Sie nannte Tashas Namen nie. Das musste sie auch nicht. Gerüchte verbreiteten sich. Seitenblicke folgten. Eine sorgfältig gesäte Andeutung, Tashas Sieg sei nicht ganz sauber gewesen. Vielleicht bevorzugten Lehrer stille Fleißigkeit vor Brillanz. Vielleicht sei Vanessa beraubt worden. Tasha spürte die Veränderung sofort. Lob wurde vorsichtig. Gratulationen kühler. Zweifel schlich sich ein, wo Stolz gewesen war. In jener Nacht saß sie auf ihrem Bett, das unberührte Zertifikat neben sich. „Sie sagen es nicht direkt“, sagte sie leise. Ethan lehnte am Türrahmen. „Müssen sie auch nicht. Sie weiß genau, was sie tut.“ Tasha schluckte. „Warum?“ Ethan antwortete nicht sofort. Dann: „Weil du bewiesen hast, dass sie nicht unantastbar ist.“ Danach verhärtete sich die Rivalität. Vanessa ging als Erste, wurde an der Blackstone University angenommen, gefeiert, etabliert. Sie verließ die Schule mit intaktem Ruf, ihre Dominanz unangefochten. Tasha blieb noch ein Jahr. Arbeitete. Baute sich neu auf. Bewies sich erneut. Als ihre eigene Zusage von Blackstone schließlich kam, fühlte es sich nicht wie ein Sieg an. Es fühlte sich an wie die Rückkehr zu unerledigten Angelegenheiten. Ethan las den Brief über ihre Schulter und atmete langsam aus. „Das wird ihr nicht gefallen.“ Tasha faltete das Papier sorgfältig zusammen. „Ich gehe nicht wegen ihr.“ „Ich weiß“, sagte er. „Aber sie wird denken, du tust es.“ Und tief in ihrem Inneren wusste Tasha, dass er recht hatte. Die Rivalität war nicht zu Ende. Sie hatte nur gewartet.

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