32.

1474 Worte

Die Notizen lagen über den Tisch verstreut wie Bruchstücke meines Lebens – Splitter der Firma, von der ich geglaubt hatte, sie zu führen, Splitter der Falle, die meine Eltern mir gestellt hatten. So lange hatte ich mich klein gefühlt unter ihrem Schatten, ein Platzhalter mit einem Titel, nicht mehr. Aber nicht mehr. Ich stieß den Stuhl zurück und stand auf, zwang mich, meinem Spiegelbild im dunklen Fenster ins Gesicht zu sehen. Die Frau, die zurückstarrte, sah blass aus, müde, aber nicht gebrochen. Noch nicht. Du hast ihre Lügen lang genug getragen, sagte ich mir. Sie haben dich zu ihrem Schutzschild gemacht, zu ihrem Sündenbock. Aber du bist nicht schwach. Du kennst die Wahrheit, und die Wahrheit ist deine Waffe. Tagelang hatte ich mich hier versteckt, in Angst vor jedem Klopfen an

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