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1170 Worte

**Zuerst sprachen wir nicht.** Ich hielt meinen Blick nach vorn gerichtet, die Ohren angespannt auf jedes Geräusch hinter uns. Der Schnee knirschte leise unter unseren Stiefeln, der gleichmäßige Rhythmus das einzige, was die Stille durchbrach. Wenn Mark noch an der Hütte war – oder vom Waldrand aus zusah –, wollte ich ihm keinen Grund geben, uns zu folgen. Nach etwa zehn Minuten begannen Amelias Schritte zu stocken. Ihr Atem ging schwerer, ihr Knöchel schleifte leicht durch den Schnee. „Du hast Schmerzen“, sagte ich leise. „Mir geht’s gut“, murmelte sie, doch das schmerzverzerrte Gesicht verriet etwas anderes. Ohne nachzudenken, legte ich meinen Arm um ihre Taille und nahm etwas von ihrem Gewicht ab. Sie wehrte sich nicht. Der Wind biss uns ins Gesicht, und hier lag der Schnee tiefer,

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