Kapitel 1 – Ungezügelt
Arias Sicht
Es war eine Woche vergangen, seit ich ihn das letzte Mal gesehen hatte. Meine Pflichten als Luna, seine Verpflichtungen als Afra hatten uns getrennt, und jede Stunde dehnte sich quälend und hinterließ eine hohle Sehnsucht, die ich nicht abschütteln konnte. Jede Faser meines Seins sehnte sich nach ihm – nach seiner Wärme, nach seiner Leidenschaft, nach der Art, wie er immer genau zu wissen schien, was ich brauchte, noch bevor ich es selbst wusste. Die Welt fühlte sich ohne ihn gedämpft an, stumpf, ohne den Funken, den nur er entzünden konnte. Und dann, wie vom Schicksal gelenkt, betrat er mein Büro, mit dieser mühelosen Dominanz, und alles andere verschwand.
„Aria …“ Seine Stimme war tief, rau und zitterte vor der Intensität, die ich bis ins Mark spürte. „Ich habe dich so sehr vermisst.“
Ich erstarrte, mir stockte der Atem. „Lucien … nicht hier …“, versuchte ich zu protestieren, die Worte zitterten auf meinen Lippen, doch bevor ich den Satz beenden konnte, war er über mir. Stark, dringlich, alles verzehrend. Mit einer Hand an meiner Taille hob er mich mühelos hoch und drückte mich gegen den Schreibtisch.
„Nicht hier?“, flüsterte er mir ins Ohr, seine Lippen streiften meine Haut, und ein Schauer lief mir über den Rücken. „So macht es viel mehr Spaß. Ein bisschen Risiko … findest du nicht auch?“
Ich keuchte auf und versuchte, mich zu wehren, doch mein Körper verriet mich und reagierte gierig auf die Hitze seiner Berührung. „Lucien … ich …“
„Schh …“ Sein Finger brachte mich zum Schweigen, und ich schmolz unter seinem Blick dahin, hilflos. „Spür einfach, Aria. Lass mich dir zeigen, wie sehr ich dich vermisst habe.“
Seine Hände breiteten mich ehrfürchtig und doch fordernd auf dem Schreibtisch aus, jede Stelle meines Körpers war ihm heilig, und er kniete vor mir nieder. Die Verehrung, die Intensität seiner Berührung – sie verschlang mich. Lippen, Zunge, Hände bewegten sich in perfekter Harmonie, neckten und lockten mich, lösten die Anspannung, die ich die ganze Woche unterdrückt hatte. Jede Berührung, jede Liebkosung, jeder Hauch seines Atems jagte mir ein Feuerwerk der Gefühle durch den Körper und trieb mich an einen Abgrund, dessen ich mir gar nicht bewusst war.
„Ich habe gewartet“, murmelte er mit belegter Stimme. „Eine Woche, Aria. Eine ganze Woche. Weißt du, wie lang sich das angefühlt hat?“
Ich versuchte, mich zu wehren, versuchte zu sprechen, doch alles, was mir entfuhr, war ein Schauer, der das Verlangen meines Körpers verriet. „Du bist … gefährlich“, flüsterte ich, das Zittern in meiner Stimme verriet das Feuer, das in mir aufstieg.
„Und du liebst es“, erwiderte er mit dunklem Blick und einem Grinsen, das seine Lippen umspielte, unerschütterlich in seiner Gewissheit. „Lüg nicht. Du kannst es nicht vor mir verbergen.“
Seine Zunge, seine Finger, jede Berührung entfesselte mich mit Bedacht, reizte mich bis zum Punkt, an dem meine Knie zitterten, mir der Atem stockte und jede Faser meines Körpers vor Empfindung brannte. „Lucien… bitte…“, keuchte ich, Worte bedeutungslos in der Hitze des Gefechts.
Er sah zu mir auf, seine Augen durchdringend, dunkel vor Verlangen und Hingabe. „Schh… fühl einfach. Lass mich dich verehren.“
Jede Berührung, jedes Gleiten, jede neckische Streife brachte mich näher, und dann flüsterte er meinen Namen, leise und ehrfürchtig, fast wie ein Gebet. Ich verlor mich unter ihm, zitterte heftig, jede Faser meines Körpers brannte, mein Rücken krümmte sich, während er mich in einem perfekten, alles verzehrenden Rhythmus aus Verlangen und Ehrfurcht hielt.
„Du fühlst dich perfekt an“, murmelte er und presste seine Lippen an meinen Unterarm, hielt mich fest, während ich zitterte und keuchte. Nie zuvor hatte ich mich so ausgeliefert, so vollkommen in Besitz genommen, so ganz sein gefühlt.
Sanft, neckend hob er mich hoch und drehte mich über den Schreibtisch, presste meine Brust gegen das kalte Holz, jede Bewegung steigerte die Intensität, die mich durchströmte. „Lucien… ich kann nicht…“, stammelte ich atemlos, die Augen halb geschlossen vor Verlangen und Sehnsucht.
„Doch, du kannst“, flüsterte er heiser und gebieterisch. „Ich habe das vermisst… dich. Jede Sekunde getrennt, jeder Moment ohne dich… es ist unerträglich.“
Dann, ohne Vorwarnung, drang er in mich ein, diese vertraute, perfekte Dehnung – so, wie es mir immer vorkam, als dürfe er nicht hineinpassen, und doch passte er, als wäre er vom Mond selbst für mich geschaffen, jede Bewegung präzise und berauschend, sie erreichte Tiefen, die nur er erreichen konnte. „Ah…!“, rief ich, meine Finger krallten sich in seine Schultern, den Schreibtisch, alles, um mich gegen die überwältigende Flut der Empfindung zu stemmen.
„Du gehörst mir“, murmelte er, seine Lippen streiften mein Ohr, seine Stimme ehrfürchtig und vertraut. „Für mich geschaffen, Aria. Für immer. Jeder Zentimeter, jede Kurve… perfekt. Du und ich.“
Ich keuchte auf, mein Körper zitterte, meine Beine wurden schwach unter ihm, mein Verstand benebelt von der überwältigenden Intensität. Jeder Stoß zog mich näher an den Höhepunkt, nach dem ich mich so sehr gesehnt hatte, den nur er mir schenken konnte. „Lucien … oh Gott …“
„Ich weiß“, flüsterte er, Ehrfurcht schwang in seiner Stimme mit. „Ich habe das vermisst … dich. Fühl es mit mir … komm mit mir.“
Die Spannung steigerte sich, bis sie sich über uns entlud. Unsere Ekstase kam in perfekter Synchronität, meine Beine zitterten, mein Atem strich stoßweise, mein Körper bebte heftig, als er meinen Namen wie ein heiliges Gebet murmelte, immer und immer wieder, bis meine Sinne in Flammen standen, jede Faser meines Körpers brannte. Er hielt mich fest, seine Lippen an meinem Ohr, seine Hände gaben mir Halt in diesem perfekten Sturm der Verbundenheit.
„Immer … du. Immer wir. Egal was passiert, Aria … immer wir“, flüsterte er, hielt mich fest und stützte mich, als mein Körper vom Höhepunkt zurückkehrte, immer noch zitternd, immer noch voller Feuer.
Er zog mich ein wenig hoch, seine Stirn an meiner, unsere Blicke fest aufeinander gerichtet, die anhaltende Hitze des Verlangens und der Nähe strahlte zwischen uns, und er neckte mich leise: „Glaubst du, du kannst noch eine Woche getrennt aushalten?“
Ich schüttelte den Kopf, ein Lachen entfuhr mir, mein Atem ging noch immer stoßweise, mein Körper kribbelte vor der Intensität. „Niemals … nie wieder. Nicht so.“
„Nein“, sagte er und drückte mir einen leidenschaftlichen, langen Kuss auf die Lippen. „Nie wieder. Ich werde es nicht zulassen. Nicht zwischen uns. Niemals.“
Und während wir so verharrten, eng umschlungen über dem Schreibtisch, die Herzen rasten, die Körper noch immer voller Leidenschaft, wusste ich die Wahrheit. Egal welche Pflichten, welche Verantwortungen, was die Welt da draußen zu bieten hatte, Lucien und ich waren untrennbar miteinander verbunden. Der Mond hatte uns auserwählt, das Schicksal hatte uns zusammengeführt, und nichts – nicht eine Woche Trennung, nicht ein Leben voller Verpflichtungen – konnte diese Verbindung jemals zerreißen.
Der Raum war still, nur unser stoßweiser Atem, unsere Pulsschläge hallten wider, ein gemeinsamer Herzschlag, der lauter schien als die Welt draußen. Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter, atmete seinen Duft ein und spürte den gleichmäßigen, kraftvollen Rhythmus seiner Brust unter meiner. Der Schmerz der Trennung der letzten Woche verflog und hinterließ nur Hitze, Sehnsucht und die unerschütterliche Gewissheit, dass wir füreinander bestimmt waren.
„Nie wieder wochenlang getrennt“, flüsterte ich ihm zu, meine Stimme leise und noch immer zitternd.
„Niemals“, versprach er, seine Lippen streiften meine Schläfe. „Du und ich … wir werden uns immer wiederfinden. Immer.“
Und in diesem Moment existierte nichts anderes – kein Büro, keine Pflichten, keine fernen Verpflichtungen gegenüber dem Rudel. Nur wir, nur das Feuer, das wir gemeinsam entfacht hatten, und das Wissen, dass der Mond selbst unsere Verbindung als unzerbrechlich, ewig und vollkommen besiegelt hatte.