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Das mollige Mädchen eroberte Die Herzen

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Mit 20 Jahren wog ich 130 Kilogramm. Mein ganzes Leben lang hatte man mir beigebracht, den Blick zu senken, mich zu verstecken und zu glauben, dass ich weder Liebe noch Glück verdiente.Dann zerbrach mich mein Freund Hervé ein letztes Mal. Er betrog mich mit einer anderen und demütigte mich vor allen.„Du bist zu d**k. Zu hässlich. Dich wird niemals jemand lieben.“An diesem Tag schwor ich mir, nie wieder zuzulassen, dass jemand über meinen Wert entscheidet. Als Thompson Luther, der geheimnisvolle Sportdozent meiner Universität, in mein Leben trat, sah er nicht meine Kilos. Er sah meine Stärke, meinen Mut und die Frau, die ich werden konnte. Er brachte mich dazu, meine Grenzen zu überwinden, mein Selbstvertrauen zurückzugewinnen und ein neues Leben zu beginnen.Einige Monate später war die unsichtbare junge Frau verschwunden.An ihrer Stelle stand eine wunderschöne, selbstbewusste Frau, die alle Blicke auf sich zog.Heute ist der Kapitän der Handballmannschaft der Männer, der beliebteste Student auf dem Campus, bereit, alles zu tun, um mein Herz zu gewinnen. Mein Ex kehrt reumütig zurück und fleht um eine zweite Chance. Doch der Mann, der mein Herz wirklich höher schlagen lässt, ist derjenige, der mir beigebracht hat, mich selbst zu lieben. Zwischen einer atemberaubenden Verwandlung, einer verbotenen Dreiecksbeziehung und Geheimnissen, die alles zerstören könnten, bleibt nur eine Frage:Wem wird mein Herz gehören … dem Mann, der mich gedemütigt hat, dem König des Campus oder dem Professor, der mein Leben für immer verändert hat?

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Kapitel 1
~ Aus Lisette Sicht~ Ich heiße Lisette Williams, ich bin 20 Jahre alt. Ich studiere Naturwissenschaften, aber dieses Detail sieht niemand. Man sieht nur meinen Körper, der zu viel Platz einnimmt. Meine einzigen wahren Freunde passen in meine Arme: meine schnurrende Katze und mein Hund mit dem dicken Fell, immer bereit, mich zu trösten, ohne Fragen zu stellen. Wissen Sie, warum es so weit gekommen ist? Die Antwort ist so brutal wie die Stille um mich herum: Ich bin d**k. Ein Panzer aus Fleisch, den alle meiden. Niemand will mein Freund sein. Die Blicke gleiten über mich hinweg, als wäre ich durchsichtig, oder schlimmer noch, sie verweilen mit einem angewiderten Mitleid, das mich erstarren lässt. Und das ist noch nicht alles. Im Moment durchlebe ich einen Sturm, der alles mit sich reißt. Meine Eltern haben sich gerade scheiden lassen. Meinetwegen. Die Luft im Haus ist schwer geworden, voller Geschrei und zuschlagender Türen. Mein Vater, Williams Adams, ist ein mächtiger CEO, reich an unzähligen Bankkonten. Heute ist er gegangen und hat die Tür mit einer solchen Gewalt zugeschlagen, dass die Wände zitterten. Die Wut verzerrte sein sonst so kaltes Gesicht. Er schrie meine Mutter an: „Ich schicke meinen Anwalt mit den Scheidungspapieren!" Dann stieg er in sein Luxusauto, der Motor heulte auf, und er verschwand. Der Geruch von Leder und Zorn lag noch in der Auffahrt. Mama, Cindy Adams, schrie nicht. Sie weinte nicht. Kein Laut kam über ihre zusammengepressten Lippen. Kein Skandal. Nur eine gewaltige, stille Leere, die das Wohnzimmer erfüllte. Papa ist weg. Ohne ein Wort des Abschieds, ohne einen Blick für mich. Warum verlässt er seine Familie aus einem so banalen Grund? Er denkt, meine Mutter verwöhnt mich, dass sie mich verderben lässt, indem sie mich essen lässt, was ich will. Also verlangt er die Scheidung. Ja, ich weiß, das ist absurd! Ich kenne den wahren Grund. Er brennt in meinem Inneren. Es ist eine grausame Wahrheit, die meinem eigenen Leben ähnelt. Genau wie mein Vater will kein Mann eine Frau, die so d**k ist wie meine Mutter. Sie wiegt 199 Kilo. Anders als ich unternimmt Mama keinerlei Anstrengung, sich zu ändern. Sie isst weiter, Tag für Tag, ohne sich um den Blick ihres Mannes oder sonst jemanden zu scheren. In ihrer Gleichgültigkeit liegt eine Art Frieden, die mir fremd ist. Für mich ist es die Hölle. Jeder Junge an der Universität, den ich anlächle, findet mich abstoßend. Jeder gekreuzte Blick verunglimpft mich ohne ein Wort, und das zerreißt mir das Herz in Fetzen. Alle Jungen entfernen sich. Alle Mädchen in meiner Klasse nennen mich mit süßlicher Bosheit „Dickes Baby". Ich bin zutiefst eifersüchtig, wenn ich meine Kommilitoninnen Hand in Hand mit ihrem Freund gehen sehe. Ich will dasselbe. Warum weisen sie mich alle zurück, als hätte ich die Pest? Alle außer einem. Hervé Drey. Er ist der Einzige, der bei mir bleibt, auch wenn seine Anwesenheit einen Preis hat. Einen Preis, der mich beschmutzt. Heute Morgen ging ich zum Sportunterricht, das Herz beklommen, aber entschlossen. Wir sollten turnen. Ich trage meine Kleidung, einen zu engen Trainingsanzug, der mich einschnürt, und versuche, ruhig zu atmen. Der Geruch der alten Turnhalle, eine Mischung aus Schweiß und Staub, schnürt mir die Kehle zu. — Hey, Dickes Baby, wo willst du hin?, schreit Hervé. Meine Brust zieht sich zusammen. Er ist der Junge, in den ich heimlich verliebt bin, und seine Stimme knallt wie eine Peitsche. — Zum Sportunterricht... Baby, antworte ich mit einem Lächeln, die Stimme zitternd vor Hoffnung. — Wen nennst du hier 'Baby'? Ich habe dir schon gesagt, du sollst mich nicht mehr so nennen, fette Kuh. Die Demütigung brennt auf meinen Wangen. Ich strecke die Hand aus, um sein Gesicht zu berühren, eine verzweifelte Geste. Um ein wenig Wärme zu spüren. — Warum behandelst du mich so? — Nimm deine dreckigen Pfoten weg, Idiot! — Hervé... liebst du mich nur, wenn ich Geld habe? Meine Worte sind bitter. — Dein Geld ist viel besser als du, Lisette. Wenn du Kohle hast, komm zu mir. Ansonsten verschwinde. So sieht unser Alltag aus. Eine eiskalte Transaktion. Ich sah ihn nur, wenn ich bezahlte. War das Geld da, erschien Hervé, mit einem breiten Lächeln. War das Geld weg, löste er sich in Rauch auf. Damit er mich küsste, musste ich hundert Dollar bezahlen. Und damit er die Nacht mit mir auf meiner Geburtstagsfeier in drei Tagen verbrachte, verlangte er zweieinhalb Millionen Dollar. Ein Vermögen. Das Geld ist nicht das Problem, Papa hat ganze Tresore voll davon. Aber was mir den Magen umdreht, ist, dass er präzisierte, dass er es nur in dieser einen Nacht tun würde. Danach müsste ich allein zurechtkommen. Ein One-Way-Ticket ins Nichts. Es kommt noch schlimmer. Heute hat er mich mitten in der Turnhalle stehen lassen, um die Lippen eines wunderschönen Mädchens zu erstürmen: Kaycia Willow. Sie ist schwarz, schlank, der Körper rank und elegant, ein perfektes Gesicht. Er küsste sie vor meinen Augen, mit einer Leidenschaft, die mich durchbohrte. Mein Herz zerbrach glatt. Ich floh, mit Tränen in den Augen, um mich in den Toiletten zu verstecken. Der beißende Geruch des Reinigungsmittels stach mir in die Nase, während ich zusammengekauert schluchzte. Ich weinte lange, bevor ich mit roten Augen zurückkam. Der Sportlehrer schimpfte heftig mit mir. — Warum fünfzehn Minuten Verspätung, Williams?, schrie Monsieur Thompson mit hartem Gesicht. Es war seltsam. Den alten Sportlehrern war es völlig egal, ob ich kam oder nicht. Ich öffnete den Mund, um mich zu erklären, als meine Rivalin mir das Wort abschnitt. — Sie hat hier nichts zu suchen, Monsieur, sagte Kaycia mit klarer und grausamer Stimme. Sehen Sie sie an: rund, aufgebläht. Dicker Hintern, dicker Bauch, der Körper völlig durcheinander. Ein lächerliches, rundes Gesicht... und diese dicken Brüste, das ist einfach nur nervig! Die ganze Klasse brach in Gelächter aus. Der Spott hallte von den Wänden wider. Die Scham verbrannte mich am ganzen Körper, mein Sportdress klebte auf meiner Haut wie eine zweite Demütigung. Ich suchte den Blick von Hervé, meinem heimlichen Liebsten, in der Hoffnung, dass er mich verteidigen würde. Er war in der Masse der Lachenden untergetaucht, sein grausames Lachen vermischte sich mit den anderen. — Monsieur, es tut mir leid, stammelte ich, bevor ich weglief, um mich erneut in den Toiletten zu verstecken. Selbst beim Wegrennen prasselten die Rufe, „Dickes Baby! Dickes Baby!", skandiert wie ein Fluch, bis ich verschwand. Ich blieb dort versteckt, die kalten Fliesen an meinem Rücken, bis zum Ende des Tages. Gegen fünf Uhr abends, als die Stille zurückkehrte, schlich ich mich hinaus, das Herz in Scherben. Ich gehe nach Hause, allein, im schwindenden Abendlicht, meinen Kummer tragend wie einen viel zu schweren Mantel.

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